Glarner Literatursommer – neue Anlässe

Anlässlich des ersten der insgesamt vier Anlässe wies die Ennendanerin Catherine Etter auf Kommendes hin. Einst war alles im hinteren Klöntal, genauer im «Richisau», angeboten. Es hat sich aus verschiedenen Gründen, auch zur Entlastung dieser stark besuchten Gegend, eine Verlagerung ins Haupttal ergeben. Beim ersten Mal trafen sich die Interessierten im Anna-Göldi-Museum zu einer musikalischen Lesung mit Hildegard E. Keller und dem Akkordeonisten Hans Waeber.



Rückblick auf den ersten der vier Anlässe
Rückblick auf den ersten der vier Anlässe

Bekannt gemacht wurden alle mit dem abenteuerlichen, enorm wechselvollen Leben der Alfonsina Storni, die mit ihren Angehörigen im Alter von vier Jahren das verarmte Tessin verliess und nach Argentinien auswanderte.

Weitergeführt wird die Veranstaltungsreihe am 15. August in der stadtglarnerischen Buchhandlung Baeschlin mit einer Buchvernissage. Brigitte Gabler stellt ihr neues Werk mit dem Titel «Wer öfter fragt wird schneller gross» vor. In ihrem Werk setzt sich die Verfasserin von Romanen und Kurzgeschichten mit ihrer eigenen Kindheit auseinander. Begleitet wird die Lesung von Hanspeter Zweifel, der mit seinen Elvis-Imitationen weitherum bekannt ist.

Am 10. September wartet Linard Bardill mit «Kumm und tanz mit mier in de Morge» im Fabriktheater Schwanden auf. Der Bündner Liedermacher wird sich mit einer attraktiven Fülle an Zwischenmenschlichem befassen, vieles besingen, sich philosophierend annähern.

Der ukrainische Bestsellerautor Andrej Kurkow aus Kiew befasst sich mit zuweilen Surrealistischem, dann auch mit gesellschaftlichen und politischen Realitäten seiner Heimat und der postsowjetischen Welt. Seine Werke und seine journalistische Arbeit sind international anerkannt und in mehr als 30 Sprachen übersetzt worden. Freiheiten, Absurdes, komplexe Themen und tief Zwischenmenschliches kommen vor. Er gastiert am 22. Oktober im Fabriktheater Schwanden.

Der Arbeitsgemeinschaft für Literatur im Glarnerland gehören Catherine Etter, Buchhändlerin und Event-Managerin aus Ennenda; Gaby Ferndriger, Buchhändlerin und Verlegerin, Glarus; Isabelle Herold, Stans, Kuratorin der Veranstaltungen im Dekanenhaus Mollis und Fred Jaumann, Primarlehrer und lic. phil. I in Geschichte und Politologie, Ennenda an. Konstituiert hat sich die Gruppe im Jahre 2012. Damals ging es ums erste grosse Vorhaben – die Realisierung des Glarner Literatursprinters. Der umgebaute SBB-Literaturwagen verkehrte ab 2014 zwischen Linthal und Zürich samt fahrender Bibliothek und Leseecke. Das endete mit dem Verschwinden dieser Verbindungsform aus dem Fahrplan. Es schlossen das Literaturfestival im Richisau und ein Winterprogramm an – bis hin zu Heutigem, stark Beachtetem.