Glarner Madrigalchor – Auflösung beschlossen

Anlässlich einer Versammlung haben sich die Mitglieder des Glarner Madrigalchors nach ihrem 50-jährigen Bestehen einstimmig für die Auflösung des Vereins entschieden. Es gab an diesem Treffen einiges zu besprechen.




Kassier Thomas Zimmermann teilte mit, dass wegen ausstehender Rechnungen ein definitiver Abschluss des Finanziellen noch nicht möglich sei, es müsse zugewartet werden. Er rechnet damit, dass nach Bezahlen aller Aufwendungen kaum mehr etwas übrigbleibt. Ausführlich unterhielt man sich über alle Akten. Soll das in der gewünschten Form dem Landesarchiv überbracht werden oder ist von diesem Schritt eher Abstand zu nehmen? Gudrun Illi, Chorpräsidentin, will das noch genau prüfen. Die Vorbereitungen fürs Archivieren brauchen viel Zeit, sind doch auch alle Konzertprogramme, Texthefte, Berichterstattungen in den Medien, Tonträger, Protokolle und anderes nach dem jeweiligen Datum zu ordnen. Die Übergabe gilt, laut Auskunft einer Fachperson des Landesarchivs, als Schenkung.

Die Homepage des Chors, so wurde entschieden, bleibt für den Moment bestehen. Die Lust am Singen ist bei vielen geblieben. So fällt die Anregung, sich hin und wieder zu treffen, um sich beispielsweise für einen Auftritt an einem Gottesdienst oder an einem anderen kleinen Anlass vorzubereiten. Niklaus Meyer, Dirigent seit Bestehen des Chors, sieht das als realistische Möglichkeit. Er wäre durchaus bereit, in konzentrierte Form, sich weiterhin zu treffen und etwas einzustudieren.

Aber vor diesem Entscheid wirkt die Mehrzahl der Sängerinnen und Sänger im St. Galler Kammerchor mit. Haydns «Schöpfung» wird im Juni des kommenden Jahres in der Tonhalle St. Gallen und in der Klosterkirche Rheinau aufgeführt.

Es gab vieles zu besprechen. Man war sich einig, dass das nicht die letzte Versammlung war. Zu vieles ist noch pendent.