Glarner Mundart-Geschichten

Wussten Sie, was ein «Müücher» ist? Ich wusste es nicht. Doch dank des Glarner Mundart-Abends am Donnertag, 13.08.2026, im Güterschuppen in Glarus bin ich um ein weiteres «glarnertüütsches» Wort reicher. Es ist nichts anderes als eine kleine Schnapsflasche oder Feldflasche.



Glarner Mundart-Geschichten

Der Glarner Mundart-Verein lud alle Interessierten in den Güterschuppen in Glarus zur «Stubätä im Jagdfiäber» ein. Geschichten, Anekdoten, Sagen und alte Erzählungen rund um das Jagen und die Jäger. Dass es rund um dieses Thema viel zu erzählen gibt, versteht sich von selbst.

Präsidentin des Glarner Mundart-Vereins, Dodo Brunner, durfte eine stattliche Anzahl Gäste begrüssen. Die Jagdhorbläsergruppe «Edelwyss» umrahmte diesen Anlass musikalisch.

Nun waren die Erzählerinnen und Erzähler an der Reihe. Sie berichtetet über die Vorsichtsmassnahmen beim Trinken von Gletscherwasser, da sollte jeder noch einen «Chrüüter» dazu trinken, um sich nicht durch das kalte Wasser zu erkälten. Oder welcher der schönste Monat im Klöntal sei. Die Glarner Sage «D Friibärg Jumpfärä». Die Hasenjagd von Zopfi oder das mysteriöse Verschwinden eines Hasen brachte so manch einer der Zuhörerinnen und Zuhörer zum Schmunzeln.

Wie viel Jägerlatein in die Geschichten eingebunden wurde, blieb dem Publikum überlassen. Die Geschichte, in der ein Jäger einen Gamsbock mit einem Geissbock verwechselte, blieb auch nicht unentdeckt. Die Sagen «Dr Jäger und dr Bärggeischt» sowie «Dr Chnopfbart vu Filzbach» und auch die Geschichte «Ds Gämsi am Strigg und äm schüünä Meitlti» komplettierten die Erzählungen. Alles vorgetragen in schönem und unverfälschtem «Glarnertüütsch».

Sicher hätte es rund um die Jäger und die Jagd im Glarnerland noch einiges zu berichten gegeben. Für einen klangvollen Schlusspunkt sorgten die Jagdhornbläser «Edelwyss», die diesen unterhaltsamen Abend musikalisch ausklingen liessen.

Das 2024 herausgegebene «Glarner Mundartwörterbuch» birgt einige interessante und amüsante Details über das «Glarnertüütsch».