Glarner Natur- und Vogelschutzverein verteilt Obstbäume

Der Glarner Natur- und Vogelschutzverein hat im letzten Frühling beschlossen, allen bisherigen Glarner Gemeinden je einen Hochstamm-Obstbaum zu schenken, um dem Biodiversitätsjahr zu gedenken. Hochstamm-Obstbäume sind Lebensräume für eine vielfältige Fauna wie Käfer, Bienen, Schmetterlinge und Vögel.



Die Bäume für Glarus und Riedern werden vom Förster Christian Lüscher
Die Bäume für Glarus und Riedern werden vom Förster Christian Lüscher

Etliche nicht mehr häufige Vogelarten sind für ihr Überleben in unserer Siedlungslandschaft auf Obstbaumgärten angewiesen, wie der Gartenrotschwanz, der Trauerschnäpper oder der Wendehals. Das Setzen eines Hochstamm-Obstbaumes ist ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung des Lebensraumes in den Siedlungen. Zudem sind im Frühling blühende Obstbäume auch eine Augenweide.

Das Angebot des Glarner Natur- und Vogelschutzvereins richtete sich ausdrücklich an die 25 bisherigen Glarner Gemeinden, mit denen der Verein schon seit vielen Jahren immer gut zusammengearbeitet hat. Die Aktion stellt damit auch einen Dank an die bisherigen, aufzulösenden Gemeinden dar. Auf den Aufruf des Glarner Natur- und Vogelschutzvereins haben sich 21 Gemeinden gemeldet. Insgesamt 28 Bäume wurden für diese Gemeinden bereitgestellt. Darunter finden sich natürlich vor allem Apfelbäume verschiedenster Sorten, wie Boskoop, Klarapfel, Jakob Lebel, Chestnut, Berner Rosen, aber auch Birnbäume, Zwetschgen, Mirabellen und Pflaumen. Die Gemeindevertreter haben sich frühzeitig Gedanken zu einem idealen Standort dieser Bäume gemacht. Mühlehorn pflanzt ihn beispielsweise auf dem neuen Dorfplatz bei der Kirche, Riedern im Garten des Kindergartens und Elm beim Altersheim. Es waren vor allem Förster und Werkführer, welche sich in den Gemeinden für einen guten Standort engagierten und die Bäume schliesslich auch einpflanzten. Am 10. November wurden die 28 Bäume von einem Team des Vereins gemeindeweise verteilt. Die Witterung war glücklicherweise der Aktion wohlgesinnt, sodass die Bäume in den Folgetagen gut eingepflanzt werden konnten. Die Gemeindevertreter waren oft überrascht von der Grösse der Bäume, die mit 2,5 bis 3 m Länge dem Namen Hochstamm-Obstbäume alle Ehre machten.

Es ist zu hoffen, dass diese 28 Bäume in den nächsten Jahren mit ihren Blüten, ihrem Wuchs und ihren Früchten die Menschen erfreuen und auch der Natur ein willkommener Lebensraum bieten können. Sie werden auch in den nächsten Jahren an das Biodiversitätsjahr 2010 erinnern.