Glarner Pfadis erleiden Schiffbruch und stranden auf der Insel Afio Mai

73 Pfadis im Alter zwischen 7 und 17 Jahren aus dem ganzen Glarnerland verbrachten Ende Juli und Anfang August zwei Wochen im Zeltlager in Diessenhofen. Zusammen mit 1600 anderen Pfadis aus der Deutschschweiz und sogar Paraguay nahmen sie als Gäste am kantonalen Sommerlager der Pfadi Thurgau teil.



Zwei Wochen voller Spiel und Spass: 73 Glarner Pfadis genossen das Zeltlager mit 1600 anderen Pfadis. Ein kleines Dorf selbst erbaut: Zu einem richtigen Pfadilager gehören grosse Lagerbauten
Zwei Wochen voller Spiel und Spass: 73 Glarner Pfadis genossen das Zeltlager mit 1600 anderen Pfadis. Ein kleines Dorf selbst erbaut: Zu einem richtigen Pfadilager gehören grosse Lagerbauten

Zum Thema «Land in Sicht» hatten sich die Pfadis eigentlich auf eine gemütliche Reise durch die Südsee eingestellt. Doch kaum schon waren die ersten Inseln in Sicht, war das grosse Segelschiff trotz des 25 Meter hohen, hell blinkenden Leuchtturms auch schon auf Grund aufgelaufen und sämtliche Passagiere auf den umliegenden Inseln gestrandet. Für die nächsten zwei Wochen hiess es darum, das Schiff wieder fahrtüchtig zu machen um rechtzeitig zum Schulanfang wieder zu Hause zu sein.

Sandstrand, Vulkan und jede Menge neue Bekanntschaften

Immerhin gab es auf den Inseln einen Sandstrand mit Hängematten, eine Badelagune mit Wasserrutschbahn und diverse Spielwiesen, um zu verweilen, einen Vulkan, den man besteigen konnte und der tatsächlich Feuer spie, sowie verschiedene Konzerte. Doch die Hauptunterhaltung waren natürlich all die anderen schiffbrüchigen Pfadis, mit denen man sich anfreunden, Spass haben und Vieles erleben konnte. So entstanden unterschiedlich enge Freundschaften auch über die Kantonsgrenzen hinaus, denn die Glarner Pfadis waren durch ihre offene Art nicht nur überall bekannt und ständig in der Lagerzeitung oder dem eigenen Radio vertreten, sondern wurden glücklicherweise auch als sympathische, angenehme Gäste angesehen – super Werbebotschafter für unseren Kanton also.

Erfolgreiche Glarner Pfadis

Doch wie gesagt, mussten verschiedene Aufgaben erfüllt werden, um wieder von der Insel wegzukommen: Die Pfadis mussten beispielsweise bei Geländespielen ihre körperliche Fitness oder bei Ateliers ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, mit dem Velo die Umgebung erkunden und auswärts übernachten, mit Wasserschlachten gegen die Hitze ankämpfen, eine heimtückische Seuche überstehen sowie die Gepflogenheiten und Rituale der Einheimischen erlernen. All dies meisterten die Pfadis mit Bravour: Bei einem Tageswettkampf zur Pfaditechnik und Kreativität belegten die Glarner Pfadis beispielsweise den fünften und siebten Rang von über 100 Gruppen. Schlussendlich konnte gemeinsam auch das Schiff wieder klar gemacht werden und alle Pfadis kamen heil wieder nach Hause. Bilder von den Lagerbauten und Aktivitäten gibt es auf www.kala-thurgau.ch und www.pfadiglarus.ch.