Glarner Philatelisten-Club mit neuem Präsidenten

An der 110. Hauptversammlung im Clublokal lintharena, Näfels, konnte Interimspräsident Armando Lualdi fast die Hälfte der 58 Mitglieder begrüssen. Er wurde mit einem Landammannenmehr zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt.




Im Gegensatz zu manch andern Philatelistenvereinen erfreut sich der Glarner Club einer recht stabilen Mitgliederzahl. Viele davon nehmen regelmässig an den monatlichen Meetings in der lintharena teil. Die statutarischen Geschäfte an der diesjährigen Hauptversammlung waren bald erledigt. Die Kasse schliesst zwar mit einem Verlust ab, aber in Anbetracht der zahlreichen Aktivitäten und der soliden Vermögenslage ist das nicht tragisch. Lualdi tritt in die Fussstapfen unseres langjährigen Präsidenten Peter Menzi, der uns leider viel zu früh verlassen hat. Neben dem Präsidenten wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder und die Revisoren wiedergewählt.

 

Armando Lualdi weist auf die sehr guten Ergebnisse der Aussteller an der NABA in Lugano hin. Peter Menzi, Armando Lualdi, Helmut Joos und Kurt Müller spielten in der obersten Liga und kamen mit ihren Exponaten in die Kränze. An der Internationalen Ferphilex-Ausstellung, die in Wels (Österreich), stattfand, erhielt Kurt Müller für seine Sammlung «Mit dem Zug in den Orient» gar den Grand Prix. Für 2020 plant der Verein eine Ausstellung, die ausschliesslich Glarner Themen gewidmet wird.

 

Am 16./17. Juni 2018 trafen sich die Flugpostsammler der ganzen Schweiz zum Stelldichein in der lintharena in Näfels, um die «Tage der Aerophilatelie 2018» zu begehen. Geplant war ein Start des Heissluftballons Quo Vadis, der aufgrund der widrigen Wetterbedingungen aber nicht stattfand. Die zweite Attraktion, ein Sonderflug Grenchen–Mollis–Grenchen mit dem Doppeldecker Antonow AN-2, wurde durchgeführt. In der Novalishalle wurden über 200 Rahmen mit Flugpost-, Weltraum-, Jugend- sowie eine Glarner Postkarten-Sammlung unseres Vereinsmitglieds Heinz Steinmann ausgestellt. An der Börse priesen 10 bekannte Briefmarkenhändler ihre Kostbarkeiten an. Die Schweizer Post bewilligte für diesen Anlass einen Sonderstempel mit Sujets der eingesetzten und nicht gestarteten Luftfahrzeuge.

 

In Anbetracht der gesunden Finanzlage offerierte der Club ein feines Nachtessen. So nebenbei warfen etliche Mitglieder bereits ein Auge auf die attraktiven Tombolapreise. Das Prozedere dieses traditionellen Parts führte der Präsident souverän durch und ausgesucht schöne philatelistische Belege und wertvolle Ansichtskarten bekamen einen neuen Besitzer.

 

Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen. Der Club freut sich über jüngere Mitglieder wie Pensionierte, die wieder mehr Zeit haben für ihr Hobby. Die Mitglieder vermitteln gerne ihre Kenntnisse. An den monatlichen Hocks – jeweils am Montag nach dem 15. jeden Monats – herrscht eine kameradschaftliche Atmosphäre. Ein paar interessante Kurzvorträge werden jedes Jahr zum Besten gegeben und an jedem Hock wird eine Auktion durchgeführt, bei der die Mitglieder ihre überschüssigen Briefmarken verkaufen können. Da geht es nicht um Millionenbeträge. Oft kommen Gebote nicht über einen Zweifränkler hinaus. Aber die Bietergefechte bei besseren Stücken sorgen regelmässig für heitere Stimmung.