Glarner Robotik-Team hebt bald ab

Bereits zum dritten Mal nimmt ein Glarner Schülerteam am internationalen Robotik-Wettkampf FIRST teil. Aktuell erstellen sie ihren Roboter, welcher im April in den Vereinigten Staaten an den Start gehen wird.




Die Kantonsschule Glarus hat vor drei Jahren wahre Pionierarbeit geleistet. Als erstes Team aus der Schweiz nahm eine kleine Delegation am Robotik-Wettkampf FIRST in den Vereinigten Staaten teil; und kamen mit einem grossen Erfolgserlebnis zurück. Dies hat auch in der Glarner Industrie aufhorchen lassen. Bereits bei der zweiten Teilnahme unterstützten einzelne Unternehmen das Kanti-Team 6413 Fridolin Robotics mit Material oder speziell produzierten Teilen, aber auch mit Manpower in Form von Lehrlingen, welche sich dem Team angeschlossen haben. Die einmalige Kombination aus Theoretikern und Praktikern konnte für dieses Jahr noch einmal gesteigert werden. «Für uns Mentoren waren es sehr spannend zu sehen, ob die Kombination auch wirklich funktioniert», erklärte dazu Hans Wiederkehr, welcher von Anfang an als Betreuer das Team unterstützte. Die Zusammenarbeit sei aber von Beginn an so perfekt gewesen, als ob es nie anders gewesen wäre. Grundsätzlich ist Wiederkehr vom Engagement der Jugendlichen begeistert. Denn die Aufgabe ist sehr ambitioniert, vor allem, da auch der Zeitrahmen sehr knapp bemessen ist. Anfang Januar wurde die diesjährige Aufgabenstellung bekannt gegeben, dann haben die Teams gerade mal sechs Wochen Zeit, ihren Roboter von Grund auf zu konstruieren und aufgrund dieser Vorgaben Schritt für Schritt zusammenzubauen. An einem auf die Minute genau vorgegebenen Zeitpunkt muss der fertige Roboter versiegelt werden und darf erst einen Tag vor dem Wettkampf im April wieder geöffnet werden. «Hier können wir aber von den Erfahrungen der letzten Jahre profitieren», betonte Kantischüler Florian, welcher im letzten Jahr den Roboter gesteuert hat. Die Grundaufgabe ähnelt nämlich stark der des Vorjahres. Drei Roboter müssen innerhalb von zweieinhalb Minuten Raketen und Cargo-Container beladen. Hier ist Zusammenarbeit entscheidend, denn bevor die Kugeln verladen werden können, müssen mit Panelen die Container bereitgemacht werden. Zum Schluss sollte dann der Roboter am besten auf ein 50 cm hohes Podest abgestellt werden. «Es gibt verschiedene Bereiche, bei denen man in der Vorrunde Punkte sammeln kann und sich so für eine Teilnahme im Halbfinal oder gar Final ins Spiel bringen kann.» Die bestrangierten Teams können dann nämlich ihre Partner für die KO-Phase selber bestimmen.

Aktuell sind die rund 23 Jugendlichen aber noch an der Produktion ihres Roboters. Hier wird nach der Schule und der Arbeit im Unternehmen jeweils am Abend am Computer im 3D-Programm gezeichnet, die einzelnen Teile produziert, Komponenten des Roboters zusammengesetzt und diese am Code des Roboters programmiert, damit im April das Team aus dem Glarnerland mit einem möglichst konkurrenzfähigen Roboter in den Vereinigten Staaten an den Start gehen kann.