Glarner Schulen sind bereit für Unterricht vor Ort

Departement Bildung und Kultur • Die Basis für eine geordnete Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Glarner Schulen am Montag, 11. Mai, ist gelegt. Zu diesem Schluss kommt die Task Force-Schulorganisation. Sie hat entlang der Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit die notwendigen Grundlagen erarbeitet, die im Schulumfeld zum Schutz der Gesundheit – speziell von besonders gefährdeten Personen – umzusetzen sind.



Die Task Force-Schulorganisation wird vom Vorsteher des DBK geleitet und trifft sich seit Anfang März wöchentlich. Ihr gehören neben Fachleuten des Departements die Schulkommissionspräsidien und Hauptschulleitungen aus den Gemeinden, weitere Schulleitungsmitglieder – auch aus den Sonderschulen – sowie ein Vertreter des Präsidiums des Lehrerinnen- und Lehrerverbands an. Am Mittwochabend hat sie sich abschliessend über die Grundsätze für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an der obligatorischen Schule im Kanton ausgetauscht. Diese sind in den vergangenen Wochen in enger Zusammenarbeit und in breiter Diskussion entstanden und werden ergänzt durch einen Leitfaden mit Hinweisen und Checklisten für die Schulen.

Der Unterricht vor Ort startet im Kanton Glarus im ordentlichen Rahmen gemäss Lektionstafel und Lehrplan. Wie in den meisten anderen Kantonen, ist weder eine zeitlich gestaffelte Unterrichtsaufnahme noch zusätzlicher Halbklassenunterricht vorgesehen. Die koordinierende Task Force betrachtet dies als das praktikabelste Vorgehen. Auch mit Blick auf die personellen Ressourcen lässt sich die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in dieser Form nach aktuellem Kenntnisstand organisieren. Die Schulleitungen sind seit Längerem intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt und beim Entwickeln von Lösungen im Detail stark gefordert. Gleiches gilt für die Lehrpersonen, die einerseits Respekt vor dem neuen Alltag im Schulzimmer haben, und sich anderseits sehr auf den persönlichen Austausch mit ihren Schülerinnen und Schülern freuen.

Fokus auf Präventions- und Aufklärungsangeboten sowie Hygieneregeln

Die Vorgaben des BAG werden von den Schulen gemäss den örtlichen Möglichkeiten umgesetzt. Der Fokus liegt auf Präventions- und Aufklärungsangeboten sowie Hygieneregeln. Zentrale Punkte im Katalog der Schutzmassnahmen sind die Möglichkeit zum Händewaschen und die Reinigung von Räumlichkeiten. Spezielles Augenmerk wird auf den direkten und indirekten Schutz der besonders gefährdeten Personen in der Schule und im häuslichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler sowie des Personals gelegt. Dazu Regierungsrat Benjamin Mühlemann: «Das Verantwortungsbewusstsein von Schulleitungen und Lehrpersonen ist riesig. Das stimmt mich sehr zuversichtlich im Hinblick auf den kommenden Montag und die folgenden Wochen.»

Innerhalb der nun vorgegebenen Leitplanken streben die Schulen an, dass sich die Kinder und Jugendlichen im Klassenverbund, auf dem Schulweg und auf den Pausenhöfen möglichst normal verhalten und bewegen können. Nichtsdestotrotz wird sich der Alltag in und rund um die Schulen verändern, sowohl für Kinder als auch für Eltern. Letztere sind aufgefordert, das Schulhausareal möglichst zu meiden. In diesem Zusammenhang werden auch Dritte wie etwa Vereine darauf hingewiesen, dass bei der Nutzung der Schulinfrastruktur für sie andere Vorgaben gelten als jene für die Schulen. Ausserdem wird bis auf Weiteres auf die Durchführung von besonderen Schulanlässen verzichtet (Sporttage, Projektwochen, Präsentationsveranstaltungen, Informationsanlässe, Klassenlager usw.). Schulreisen, Exkursionen und Waldtage können jedoch unter Beachtung der Hygieneregeln durchgeführt werden.

Über alle Details zur Schulorganisation und zum Schulbetrieb bis zu den Sommerferien informieren die zuständigen Schulleitungen direkt.