Glarner Senioren entdecken das Elsass

In der vergangenen Woche brachen bei schönstem Spätsommerwetter 40 rüstige Seniorinnen und Senioren zur traditionellen Ferienwoche auf und statteten dabei dem benachbarten Elsass einen viertägigen Besuch ab. Sie wurden mit vielen unvergesslichen Eindrücken belohnt und konnten die elsässische Lebensart aus erster Hand erfahren und geniessen.




Die von Elsbeth Bäbler und Beat Anderegg von Tödi Reisen organisierte Fahrt führte zügig über die Grenze bei Basel zum ersten Etappenziel Colmar, der drittgrössten Stadt im Elsass. Auf einer anderthalbstündigen kurzweiligen Führung wurden uns die stattlichen Fachwerkhäuser und die übrigen geschützten historischen Bauten dieser sehenswerten Stadt gezeigt, welche jährlich von weit über 2 Millionen Touristen besucht wird. Besonders malerisch wirkt das als Kleinvenedig bekannte Fischerviertel an der Lauch, dem kleinen durch die Altstadt fliessenden Fluss, auf dem früher die Bauern und Marktfahrer ihre Erzeugnisse in die Stadt brachten. Das Relais du Ried im unweit gelegenen Dorf Bischofwihr wartete bereits mit seinem grossen entspannenden Garten und freundlich aufmerksamer Bedienung auf die Gäste aus dem Glarnerland.

Am zweiten Tag unternahmen wir eine Pässefahrt über den Col de Bonhomme in die Vogesen an den für die meisten bisher unbekannten kleinen Lac de Gérardmer, über den eine erfrischende Brise strich und wo sich gut der Mittagshalt einlegen liess. Der Rückweg führte über die Schlucht Col de la zurück ins elsässische Münster oder Menschter, wie es die dortigen Leute schreiben und aussprechen, von wo auch die bekannten runden mit einer rotbraunen leicht schmierigen und entsprechend duftenden Rinde bezogenen kleinen Käse stammen. Abends wurde im Hotel eine reichhaltige elsässische Schlachtplatte aufgetischt.

Derart gestärkt konnten wir uns am dritten Tag zur Rundfahrt auf die elsässische Weinstrasse begeben. In den die umgebenden Hügel sattsam bedeckenden Weinbergen war die Lese der später reifenden Gewächse bereits in vollem Gange. Das Städtchen Riquewihr machte uns und anderen Gästen seine Aufwartung und verlockte, in einer der zahlreichen Wystuben einen «Flammechueche» samt einem dazu passenden kühlen Tropfen zu geniessen. Auf dem weiteren Programm stand am Nachmittag der Besuch von Schloss Hohkönigsburg, einer von den Staufern gegründeten, weit über die Hochrheinebene hinaus ragenden und eine entsprechende Rundsicht bietenden stattlichen Burg, welche während des Dreissigjährigen Krieges von den Schweden zerstört und über 300 Jahre später zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm II wiederaufgebaut wurde.   

Den Abschluss am vierten und letzten Tag bildeten die Querung des Rheins bei der ehemaligen Festung Breisach und die Fahrt an Freiburg im Breisgau vorbei durchs romantische Höllental hinauf an den Titisee im Schwarzwald. Von dort ging es nach dem Mittagshalt mit nochmaliger Gelegenheit zum Einkaufen der dortigen Spezialitäten über Waldshut zurück ins Glarnerland, wo wir noch zeitig vor dem später einsetzenden abendlichen Gewitter zufrieden und wohlbehalten eintrafen. Wir freuen uns schon jetzt auf die Ferienwoche im kommenden Jahr, welche derzeit in Planung ist. Mehr dazu auf unserer Homepage unter www.glarner-seniorenverband.com.