Glarner Senioren tagten in Schwanden

Unlängst kamen die im glarnerischen Seniorenverband zusammengeschlossenen Mitglieder im Gemeindezentrum Schwanden zusammen, um über statutarisch Vorgegebenes zu befinden. Paul Aebli, Präsident, begrüsste unter den Gästen Regierungsrätin Marianne Lienhard und Mathis Vögeli, Präsident der Gemeinde Glarus Süd; Ueli Brügger, Geschäftsführer des gesamtschweizerischen Verbandes, Hans Joss, Präsident des bündnerischen Verbandes und Kurt Ernst Ress, Vorstandsmitglied des Verbandes St. Gallen / Appenzell. Mit beiden Sektionen bestehen seit Jahren begrüssenswerte Verbindungen. Der Verband gab sich mit «Glarner Senioren» einen etwas kürzeren Namen. Dass Sponsoren die Aktivitäten des Verbandes finanziell mittragen, nahm man gerne und mit Beifall zur Kenntnis.



Paul Aebli äusserte sich zu Freiheiten, die man als Senior durchaus geniessen dürfe. Es komme auch dazu, dass man sich für Rechte nachhaltig einzusetzen habe. Mathis Vögeli stellte seine richtiggehende grosse Gemeinde vor, sei sie doch anderthalbmal so gross wie der Kanton Zug und weise beispielsweise 130 gut funktionierende Vereine auf. Er betonte die Bedeutsamkeit des direkten Kommunizierens und Auseinandersetzens. Er ist der technischen Vielfalt gegenüber berechtigt kritisch eingestellt. Man habe zwar viele «Follower», aber nur selten aufbauende, anhaltende Kontakte. Er plädierte fürs Mittun in Vereinen, das mache Sinn. Er dankte den Verantwortlichen des Seniorenverbandes, die in kreativer Art die vielfältigen Anlässe planen und anbieten. Er stellte eine massvolle finanzielle Unterstützung dieser 33. Versammlung in Aussicht.

Regierungsrätin und Frau Landesstatthalter Marianne Lienhard zeigte auf, dass sie die Aktivitäten des Verbandes aufmerksam und mitverfolge. Sie erwähnte die steigende Zahl der Seniorinnen und Senioren und die damit verbundenen Bedürfnisse, Forderungen und Erwartungen. Unbedingt sollte man an der kommenden Landsgemeinde bei der Beschlussfassung übers Pflege- und Betreuungsgesetz mitbestimmen.

Mit seinem Jahresbericht zeigte Paul Aebli auf, was bereits der Vergangenheit angehört. Es fanden ein Ausflug in die Aareschlucht, die Seniorenwoche am Gardasee, die Teilnahme an gesamtschweizerischen Veranstaltungen, die Besuche bei befreundeten Sektionen, ein Vortrag über Albanien, Vermittlung von Kenntnissen über den Geigenbau, der Auftritt des Kinderjodelchörlis am Jahresschlussabend, das Referat von Physiotherapeut Fritz Bolliger über das Leben als Blinder und der Besuch des Landesplattenbergs ob Engi und anderes Erwähnung.

Ähnlich vielseitig wird es in diesem Jahr weitergehen. Das Jahresprogramm mit der Ferienwoche in und um Neuenburg, der Besuch des Comptoirs Ennenda, das Fertigen einer eigenen Glarner Pastete, die Besuche der Vogelwarte Sempach und des Klettgaus mit Osterfingen als Zentrum, das Verweilen im bündnerischen Falera wurden einstimmig gutgeheissen.

Für Finanzielles ist neu Peter Gemperle aus Glarus verantwortlich. Er hatte unter anderem über einen leichten Rückschlag Auskunft zu erteilen. Dem Verband gehören rund 300 Personen an. Die Jahresbeiträge sind mit 30 Franken für Einzel- und 40 Franken für Paarmitglieder moderat.

Neuwahlen waren erforderlich. Lore Spälti demissionierte nach acht Jahren im Vorstand, Nachfolgerin wurde Marianne Widmer aus Engi. Anna Dürst trat nach neun Jahren als Revisorin zurück, ihre Nachfolge übernahm die Schwandnerin Gerda Dürst.

Freundnachbarliche Grüsse wurden ausformuliert. Übers Geschehen auf der gesamtschweizerischen Ebene mit Auseinandersetzungen zur Altersdiskriminierung, Wohnen im Alter, Altersarmut, dem Lancieren eines Referendums ab Juni informierte Ueli Brügger, Geschäftsstellenleiter.

Noch blieb Zeit fürs gemütliche Verweilen, bevor man sich wieder in die eigenen vier Wände begab. Im März wird es mit dem Besuch der alten, einst in der Therma produzierten Apparaturen weitergehen. Interessierte erhalten beim Präsidenten, Paul Aebli aus Schwanden, gerne Auskunft. Informationen sind auch unter www.glarnersenioren.ch erhältlich.