Glarner Sportschützen wurden im Morgengrauen durch Oberburg überrollt

Die Sportschützen Glarnerland haben den Aufstieg in die höchste Schützenliga bei der Luftgewehr-Mannschaftsmeisterschaft verpasst. Sieglos kehrten die Glarner zurück ins Glarnerland.




Guten Mutes reiste die erste Mannschaft der Sportschützen Glarnerland vergangenen Samstag nach Utzenstorf, wo die Aufstiegswettkämpfe für die Nationalliga A ausgetragen wurden. Das Team um Klaus Honold reiste als Qualifikationssieger der NLB-Gruppe Ost an. Doch das Oktett wusste, dass die Konkurrenz nicht zu unterschätzen ist. Obwohl das Ziel vom Aufstieg klar definiert war, kam die Euphorie nie richtig auf.

Die geballte Ladung zu Beginn

Ob es an der Anspannung lag oder eher am Glauben, dass die Glarner stärker als die Berner einzustufen sind, war schwer auszumachen. Die zahlreich mitgereisten Fans bekamen in der ersten Runde gleich einmal schwere Kost, die nicht so einfach zu verdauen war. Auch das Team stand nach den ersten 20 Schuss konsterniert da. Oberburg gewann mit 1590,2:1586,5 Punkten. Die Nerven hielten bei den wenigsten Glarnern. Petr Smol (204,3) und Julian Bellwald (203,0) waren die Einzigen, die einigermassen ein passables Resultat zeigten. Andreas Stüssi (199,6) und André Eberhard (197,8) zeigten keine gute Leistung. Gina Landolt (200,0) und Tim Landolt (198,6) erlebten ebenfalls keinen Höhenflug, doch aufgrund des ersten Finaleinsatzes erledigten sie ihre Arbeit bravourös. Rolf Lehmann (194,0) und Roman Portmann (189,2) verloren zu viele Punkte auf das Maximum von 218,0 Ringen. Somit rückten die Aufstiegsträume bereits in weite Ferne. Die Zürcher gewannen nämlich ihre erste Partie und somit standen die Glarner unter Zugzwang.

Zürich-Stadt zu stark

Nun standen die Glarner unter Zugzwang. Auch Klaus Honold war gefordert, denn er hatte mit Pia Freitag noch einen Trumpf im Ärmel. Er entschied sich jedoch weiterhin auf die Erststarter zu setzen und hoffte auf den Exploit. Dieser gelang nur André Eberhard (206,1) und Gina Landolt (203,4). Julian Bellwald (200,9), Petr Smol (199,8), Andreas Stüssi (199,4), Tim Landolt (198,5), Rolf Lehmann (197,7) und Roman Portmann (194,8) konnten die Wende nicht herbeiführen. Trotz einer Steigerung auf 1600,6 Punkte, verloren sie gegen die Zürcher mit 4,4 Zählern.

Vully-Broye in der NLA

Während Vully-Broye den Aufstieg in die NLA nach dem sechsten Anlauf realisieren konnte, musste sich Zürich-Stadt im Final geschlagen geben und wird nächste Saison gegen eines der zwei Glarner Teams in der NLB antreten müssen. Die Glarner schiessen nächste Saison mit je einer Mannschaft in der NLB Ost- und Westgruppe. Altstätten-Heerbrugg verbleibt in der NLA.