Glarner Überschiebung in Zürich

Das Glarnerland mit seinen schroffen Felswänden, die direkt hinter dem schmalen Talboden zum Himmel aufsteigen, strahlt eine urtümliche, manchmal auch unwirtliche Kraft aus. Unter diesen Felsen zu leben und zu arbeiten, prägt. Zwei Kunstschaffende, die auf unterschiedliche Art ihre Schaffenskraft aus den Felsen der Glarner Alpen ziehen, zeigen unter dem Titel «Glarner Überschiebung» in Zürich ihre Arbeiten. Die Bildhauerin Eva Oertli und der Fotograf Fridolin Walcher, beide im Glarnerland aufgewachsen, leben und arbeiten noch heute unter dem Glärnisch.



Glarner Überschiebung in Zürich

Eva Oertlis Themen umfassen gesamthaft ein weites Spektrum organischer Objektkunst, bis hin zu den raum- und ereignisbezogenen Installationen. In einem Zeitraum von 20 Jahren entstand eine Materialvielfalt in der Arbeit mit der Skulptur. Je nach Wahl unterscheidet sich der Formverlauf. Stein gemahnt an Organisches, kann sogar weiche Formen suggerieren und wird gleichzeitig in seinen Bearbeitungsmöglichkeiten bis an die Grenzen ausgetestet.

Fridolin Walchers «Vertikale Ebenen» (Zürich 2010) beeinhalten eine über Jahre andauernde Auseinandersetzung mit der Nähe zu den Felswänden. Wasser, Wald, Wetter und Fels zeigt er in zum Teil grossformatigen Schwarz-Weiss-Fotografien. Erstmals sind zu diesen Themen auch Farbbilder zu sehen.