glarnerSach freut sich über ein rekordverdächtig ruhiges Schadensjahr

Das Jahr 2016 war dank niederschlagsschwachem Sommer und wenig grossen Feuerschäden nicht nur ein sehr erfreuliches Schadensjahr, sondern gar eines der besten der letzten zehn Jahre.




Die glarnerSach konnte an der Bilanzpressekonferenz von Montag sehr positive Zahlen für das Jahr 2016 berichten. «Gegenüber dem guten Vorjahr, präsentiert sich der Gesamtschadenverlauf nochmals positiver», meinte dazu Jürg Stadler, Leiter Prävention und Intervention. Die rund 1000 Schadenfälle verursachten einen Gesamtschaden von 3,2 Mio. Franken und liegen damit deutlich unter dem Vorjahr (0,9 Mio. Franken). Dies ist vor allem auf den starken Rückgang der Feuerschäden zurückzuführen. Zugelegt haben die Elementarschäden, allerdings auf tiefem Niveau. «Sorge bereiten weiterhin die Wasserschäden, welche mit 1,2 Mio. Franken rund 36% über dem Vorjahr liegen.» Bei den übrigen Schäden ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Weniger Feuer, mehr Wasser

Rund 80 Feuerschäden, davon lediglich zwei mit einer Schadensumme über 200 000 Franken, führten zum guten Ergebnis. Der gewitterarme Sommer verursachte kaum Blitzschäden, zeichnet zudem verantwortlich für den unterdurchschnittlichen Elementarschadenverlauf. «Lediglich Anfang Juni hielt Glarus Nord kurz den Atem an, als es in Oberurnen, Niederurnen und Bilten als Folge von Starkniederschlag zu Überschwemmungen kam.» Diese ereigneten sich teilweise an bekannten kritischen Stellen. Bleibt zu hoffen, dass die politischen Verantwortungsträger und die Behörden die bekannten Schwachstellen nun endlich mit den vorliegenden Projekten eliminieren. Der Wasserschadenverlauf widerspiegelt den hohen Marktanteil an Gebäudewasserpolicen der Versicherung im Wettbewerb. Leider führen fehlerhafte Arbeitsausführung und mangelnder Gebäudeunterhalt immer wieder zu sehr hohen Einzelschäden. Erfreulich ist der Rückgang der Einbruch- und Diebstahlschäden (-37%). Der Trend der Vorjahre scheint vorerst gebrochen.


Rekordverdächtiger Gewinn


«Die günstigen Rahmenbedingungen im Schadenverlauf führen zu einem rekordverdächtigen Gewinn von 5,5 Mio. Franken», führte Hansueli Leisunger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, weiter aus. Daran hat auch die bereits im Herbst beschlossene Gewinnbeteiligung von 20% bzw. rund 1,5 Mio. Franken für alle Versicherten nichts geändert. Das Ergebnis ermöglichte es, sowohl die versicherungstechnischen Schwankungs- und Sicherheitsrückstellungen als auch die Rückstellungen für Risiken in den Kapitalanlagen vollumfänglich zu bedienen.

Versicherung im Wettbewerb legt weiter zu

Mit einer Steigerung der Bruttoprämie um 3,4% konnten weitere Marktanteile gewonnen werden. Auch die Versicherung im Wettbewerb profitierte von einem guten Schadenverlauf, hohen Finanzerträgen sowie stabilen Kosten. Nach Zuweisung an die Rückstellungen und Abzug von deutlich höheren Steuern verbleibt ein Reingewinn von gut 2,2 Mio. Franken.

Leistungsabgeltung und Gewinnablieferung

«Nach Jahren der Uneinigkeit haben sich der Regierungsrat und der Verwaltungsrat der glarnerSach im Rahmen einer Referentenaudienz vor dem Verwaltungsgericht geeinigt», erklärte Verwaltungsratspräsident Martin Leutenegger zu Beginn der Konferenz. Die glarnerSach bezahlt dem Kanton, in Verrechnung der gegenseitig erbrachten Leistungen, jährlich 300 000 Franken. Als Eigentümer der glarnerSach erhält der Kanton zudem ebenfalls jährlich einen Anteil von 20% des in den letzten drei Jahren erwirtschafteten Gewinns aus der Versicherung im Wettbewerb. Für 2016 sind dies 299 729 Franken. Die Einigung erfolgte bereits früh im Geschäftsjahr 2016, sodass sich die strategische und die operative Ebene wieder auf die eigentliche Leistungserbringung konzentrieren konnten.