glarnersteg – begleitet leben und arbeiten

Die bedeutsamen Belange des glarnerstegs verdienen eine breite Unterstützung. Die Institution ist kontinuierlich gewachsen und hat sich mit ihrem Planen und Handeln viel Anerkennung erworben. Momentan wichtigstes Anliegen ist der geplante Neubau eines Wohnheims mit 28 Plätzen, der Umbau des bereits erworbenen Werkgebäudes mit 34 Plätzen für die Tagesstätten und die 12 Werkstattplätze.




Die Investitionskosten für das Projekt auf dem Mühleareal in Schwanden belaufen sich auf 29,8 Millionen Franken. Der Regierungsrat hat im April, gestützt auf das Sozialhilfegesetz, einen Kantonsbeitrag von maximal 14,9 Millionen Franken zugesichert. Die Gesamtleitung des glarnerstegs hat Franz Horat. Die Zuständigkeiten der Wohngruppen, Tagesstätte, Werkstatt und Wäscherei liegen bei zahlreichen Verantwortlichen, die am jeweiligen Ort (Verwaltung, Montage-Werkstatt und Wäscherei und eine Wohngruppe in Luchsingen; weitere Wohngruppen in Schwanden, Hätzingen, Netstal, Glarus und Mitlödi; Textil-Werkstatt, Küche und Tagesstätte in Hätzingen) umsichtig und verantwortungsbewusst im Einsatz stehen. Mit der bevorstehenden Realisierung des Neubaus geht für die Verantwortlichen eine lange Zeitspanne des Planens in die Realisierungsphase. Der Stiftungsrat mit der Präsidentin Susanne Zobrist-Trümpy aus Mollis, Daniel Mann aus Glarus (Vizepräsident und Ressort Finanzen), Jacques Hauser, Glarus (Bau), Gertrud Hüsken, Netstal (Personal und Qualität), Victoria Romero Martin Hefti, Schwanden (Recht), Gabriel Leuzinger, Glarus (Personal und Qualität) und Karin Werner Zentner aus Matt (Öffentlichkeitsarbeit) steht vor sehr fordernden Aufgaben.

Jahresbericht von Susanne Zobrist-Trümpy


Die Präsidentin weist auf einen Höhepunkt im vergangenen Jahr hin. Der bestand aus der Einreichung der Subventionsgesuche und Baupläne an die zuständigen Instanzen des Kantons (Direktion des Innern und Soziales) und Glarus Süd (Bauamt). Die Präsidentin würdigt in einem weiteren Berichtteil die grossen Verdienste von zwei Persönlichkeiten, die sich mit immensem Einsatz für die Belange der Behinderten über Jahre hinweg ebenso nachhaltig, einfühlend und prägend für das Entstehen des Schwerbehindertenheims Schwanden und die AW Linth mit den Behindertenwerkstätten in Luchsingen und Hätzingen, den Tagesstätten und Wohngruppen eingesetzt haben. Jacques Freuler und Dr. Ruedi Schneiter verstarben. Ihr Wirken findet eine verdiente, gehaltvolle Würdigung.

Die Präsidentin dankt ganz vielen. Ohne sie wäre die Aufrechterhaltung des positiven Betriebsklimas, das Planen, Besinnen und Ausdiskutieren nicht möglich. Erwähnung finden die Mitglieder des Stiftungsrates, Regierungsrat Röbi Marti (Baukommission des Kantons), alle Mitarbeitenden der Institution glarnersteg, die Auftraggeber aus Gewerbe und Industrie, allen Familien, die ihre behinderten Angehörigen dem glarnersteg anvertrauen und schliesslich auch allen Spendern und Gönnern fürs willkommene Mittragen.

Ausführungen des Gesamtleiters Franz Horat und eine Spende aus Schwändi

Franz Horat gewährt Einblicke in eine Vielzahl von Regelungen, die er ausdeutscht, verständlich macht. Er merkt wörtlich an:«Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Auseinandersetzung mit den komplexen Aufgaben alltagstauglich zu gestalten und zu einem Ganzen zusammenzusetzen.» Und so fliessen in seinen Berichtteil Begriffe wie Subjekt- und Objektfinanzierung, Pensions- und Infrastrukturkosten, Betreuungsaufwand. So werden 24 Tagesstunden zerpflückt. Beiträge werden nach schwierig zu interpretierenden Definitionen zugeteilt. Die Verantwortlichen in der Administration sind gefordert.

Im Januar 2013 besuchten die Schwändner Primarschüler den glarnersteg in Hätzingen. Es kam zu einem erfüllenden Begegnen und der Überreichung eines finanziellen Geschenks.

Neu- und Umbauprojekt im Mühleareal Schwanden


Projektleiter Jacques Hauser zeigt umfassend auf, was zum Um- und Neubau in Schwanden gehört. Raum und Licht gehören zu allen Arbeiten. Die Lebensqualität der Wohngruppe Schwanden wird verbessert. Auf dem obersten Stock der ehemaligen Textilfabrik ist eine Cafeteria als Stätte des Verweilens, Einkaufens und Geniessens sowie für Mittagessen und Zvieri gedacht. Es entsteht ein Zentrum, in dem die Fäden zusammenlaufen (Administration, Empfang, Kontakte gegen aussen, Beratungen). Die Aussenstationen in Netstal, Glarus, Mitlödi, Luchsingen und Hätzingen bleiben bestehen. So verbindet das Projekt Bestehendes mit Neuem. Es werden zwei Tagesstätten, Therapieräume, Küche, eine zusätzliche Wäscherei, Gesamtverwaltung, Cafeteria und Laden (neben dem Bestehenden in Hätzingen), vier Wohngruppen für je sieben Personen entstehen. Der Spatenstich erfolgte am 21. Juni. Mit der Fertigstellung wird für 2015, nach rund zweieinhalb Jahren ab Spatenstich gerechnet. Zum Projektbeschrieb gehören Ausführungen, wie das Wohn- und das Werkgebäude. Das Angebot wird um 10 Wohnplätze (neu 70), 15 Tagesstättenplätze (neu 55) und ebenfalls 15 Werkstattplätze (neu 80) ausgebaut. Die bisherige Wohngruppe in Schwanden wird umziehen. Die Tagesstätte in den Räumen der Firma Trümpi in Hätzingen und die Verwaltung im Pfarrhaus Luchsingen wechseln nach Schwanden.

Dank, Finanzielles


Erfreulich viele Betriebe, Vereine, Geschäfte, Heime, Gemeinden, Restaurants und andere sind willkommene Auftraggeber für Wäscherei und Werkstatt. Alle sind im Jahresbericht namentlich aufgeführt. Es schliessen die Aufzählung von Dienstjubiläen und das Gedenken an Verstorbene an. 114 Betreuende teilen sich in die 79 Vollzeitstellen. Der glarnersteg ist mit 66 Mitarbeitenden in den Werkstätten, 60 Bewohnerinnen und Bewohnern und 45 Teilnehmenden im Tagesbetrieb gut ausgelastet. Der gesamte Umsatz macht beachtliche 9,7 Millionen Franken aus.

Reklame in eigener Sache wird mit dem Hinweis auf verschiedene Verkaufsstellen mit glarnersteg-Produkten gemacht.

Dem glarnersteg ist zu wünschen, dass der Neu- und Umbau mit zahlreichen Zuwendungen unterstützt wird.Artikel