«glarnersteg» – begleitet leben und arbeiten

Der «glarnersteg» ist fester, geschätzter, sehr willkommener Bestandteil unseres Kantons. Ganz viele Personen setzen sich in dieser Institution mit grosser Kompetenz in den verschiedenen Bereichen des Helfens, Arbeitens und Begleitens ein. Im Mühleareal Schwanden befindet sich so etwas wie das «Herzstück». Die Gesamtleitung hat Franz Horat inne. Den Stiftungsrat präsidiert Victoria Romeo Martin Hefti. Sie ist gleichzeitig fürs Ressort «Recht» zuständig.




Der Jahresbericht 2018 liegt vor. Man erfährt gerne, was geleistet wird, wie und wo alle wohnen, welche Arbeiten für Dritte ausgeführt werden und wie der Strategieprozess abläuft. Im Stiftungsrat wirken mit der Präsidentin Daniel Mann, Vizepräsident, Ressort Finanzen; Jacques Hauser, Bau; Gertrud Hüsken, Personal; Gäbi Leuzinger, Personal; Karin Werner Zentner, Öffentlichkeitsarbeit und Iris Schweizer Karrer, Qualität und Bildung.

Die Präsidentin des Stiftungsrates äussert sich mit dem Beginn ihres Berichts zum Strategieprozess, in den die Gesamtleitung, die Bereichsleitungen und das ganze Personal einbezogen sind. Ziel ist, das umzusetzen, was für die Entwicklung des «glarnerstegs» bedeutsam und zukunftsorientiert ist. Im November des vergangenen Jahres wurden die bis 2025 gültigen strategischen Ziele verabschiedet. Es sind – falls erforderlich – dann Änderungen vorzunehmen, wenn sich das als notwendig erweist.

Der «glarnersteg», so die Präsidentin, steht für persönliche, verantwortungsbewusste und professionelle Begleitung von Menschen mit kognitiver und /oder körperlicher Beeinträchtigung. Die Institution will sich ganz klar positionieren. Die Angebote in den Bereichen Wohnen, Werkstatt und Tagesstätte werden überprüft und falls notwendig, auch angepasst. In die laufenden Prozesse sind die fachliche und persönliche Weiterentwicklung des Personals einbezogen. Es wird aufgezeigt, dass Mitdenken, die Übernahme von Verantwortung und die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, gelebt werden sollen.

Anlässlich vieler Besuche wurde spürbar, wie engagiert und achtsam das Personal tätig ist.

Die Verantwortlichen des Stiftungsrates sind überzeugt, dass die ausformulierten Ziele erreicht werden. Victoria Romeo Martin Hefti dankt dem Gesamtleiter Franz Horat, den Bereichsleitern Brigitte Imfeld, Peter Hefti und Werner Bühler, dem gesamten Personal und den Mitgliedern des Stiftungsrates ganz herzlich und mit spürbarer Anerkennung.

Franz Horat, Gesamtleiter, setzt sich mit dem Jahresmotto «Humor bei der Arbeit» auseinander. Er zeigt auf, wie Spielräume entdeckt werden können, wie Gewohntes veränderbar ist, wie bedeutsam Zufriedenheit und innere Haltung sind. Er befasst sich mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Institution. Er weist auf die Tätigkeiten mit den Sonderschulen, die Kontakte mit Bevölkerung, Wirtschaft, Politik Ausbildungsstätten, Ärzten, Therapiestellen und weiteren Kreisen hin. Er erlebt das als positives, sinnbringendes Geben und Nehmen.

Im «glarnersteg» wohnen oder arbeiten 130 Mitmenschen mit einer Beeinträchtigung. Beinahe 90 Prozent stammen aus unserem Kanton. Sinnvolle und willkommene Strukturen sind angeboten. 85 Mitarbeitende konnten vielfältige Arbeiten für die Privatwirtschaft ausführen oder eigene Produkte für den Verkauf herstellen. Die Erträge aus diesen Tätigkeiten sind erfreulich. In den Wohngruppen und der Tagesstätte in Schwanden sind leicht mehr als 50 Personen beschäftigt. Franz Horat listet auf, was geleistet wird. Die Mehrheit der 140 Angestellten wohnt im Kanton. Der «glarnersteg» ist geschätzter und willkommener Arbeitgeber und Ausbildungsort. Der Personalaufwand entspricht 80 Prozent des Gesamtaufwands. Der Lohnaufwand ist mit 7,5 Millionen Franken angegeben. Auch Franz Horat richtet seinen anerkennenden Dank an viele Kreise.

Ruth Rhyner ist Leiterin der Fachstelle Qualität und Bildung. Sie schildert, auf welche Weise die Angestellten ins Thema «Humor» einbezogen waren, welche Bereiche diskutiert und vertieft wurden.

Sara Popovic und Rebecca Bürgler zeigen in ihrem Berichtteil auf, was mit den Bewohnenden der Wohngruppe Wiggis anzupacken und zu realisieren war, damit die erfüllende Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Glarus möglich wurde.

Alle Kunden, die Aufträge an die Werkstatt in Luchsingen und Hätzingen und die Wäschereien am gleichen Ort und in Schwanden abgaben, sind namentlich erwähnt. Es handelt sich um beachtliche 110 ganz verschiedene Auftraggeber. Ein weiterer Berichtteil stammt von Ilenia Piccirillo, der sich auf das künstlerische Schaffen von Otto Schafflützel bezieht.

Es schliessen Hinweise auf verschiedenste Dienstjubiläen, Ausbildungsabschlüsse, Gedenken an Verstorbene und den Betriebsausflug des Werkstattteams Luchsingen an.

Viel Raum nehmen der finanzielle Teil samt Revisorenbericht ein.

Den Abschluss der lesenswerten Fülle bilden Hinweise auf Verkaufsstellen der produzierten Teigwaren, Fotos des Weihnachtsmarkts in Glarus, eine Zusammenstellung der Werkstätten, Tagesstätten, Gastro- und Ökonomiebereich und der sieben Wohngruppen.