Glaronia beginnt die Saison mit einer Niederlage

Während bei Glaronia die kranke bosnische Angreiferin Ana Katalina fehlte, traten die Neuenburgerinnen mit zwei Spielerinnen aus dem NLA-Kader an, da deren Meisterschaft später beginnt. Amélie Lengweiler war dabei erneut herausragend. So hatte man sie schon im Frühling erlebt, als Glaronia noch in der höchsten Liga spielte.



Nicole Kamer versucht, den Neuenburger Doppelblock auszutricksen. (Foto Jaime Fernández del Río)
Nicole Kamer versucht, den Neuenburger Doppelblock auszutricksen. (Foto Jaime Fernández del Río)

Comeback von Nicole Kamer

Eine besondere Partie wurde es für die 30-jährige Logopädin aus Näfels, die als 17-Jährige von 2010 bis 2017 bei Glaronia gespielt hatte, ehe sie nach Wattwil weiterzog. Eigentlich hatte sie geplant, nur im Training auszuhelfen, doch weil Ana Katalina krank ist, spielte Kamer im Aussenangriff und half, die Annahme zu stabilisieren.

Annahme mit Schwächen

Das aktuelle Glarner Volleyballteam kann man nicht mit dem letztjährigen vergleichen: Eine erfahrene Profi ist einzig Ivana Bulajic. Eine respektable Leistung zeigte Era Kololli, von der zweiten Liga direkt in die NLB kommend, glänzte sie mit ihrer Sprungkraft, und sie konnte als Mittelblockerin einige Erfolge verbuchen. Weniger rund lief es hingegen in der Annahme: Wenn die Glarnerinnen zeitweise mit den Gästen mithalten konnten, folgte eine schwache Annahmeserie, die sie wieder aus dem Tritt brachten.

Vielversprechende Youngsters

Elina Heer gefiel ganz besonders: Sie war der sicherste Wert, wenn es darum ging, die Bälle zu Boden zu bringen. Auch Passeuse Chelsea Simmons begann gut, zeigte schöne Passeurfinten, doch die Abstimmung der Bälle mit Ivana Bulajic kann noch besser werden. Für Altmeisterin Nicole Kamer war die Bilanz deshalb durchzogen: «Es hat riesig Spass gemacht, wieder einmal eine ganze Partie durchzuspielen, aber wir haben noch viel zu tun.»

Raiffeisen Volley Glaronia – VBC NUC II 0:3 (17:25, 12:25, 22:25) – Kantonsschule Glarus – 80 Zuschauer – Spieldauer: 64 Min. – Schiedsrichter: E. Castro, C. Wolf.
Glaronia: Simmons, Heer, Coluccello, Bulajic, Kamer, Schoop, Kololli, Krättli, Brand, Vogel, Ramadani, Sherlock, Schifferle. Coach: R. Hösli
NUC: Balmer, Modjo, Casto, Fréchelin, Waeber, Ben Moussa, Koller, Schneider, Münstermann, Meessen, Lengweiler, Kostadinova, Sojcic, Marzocchella. Coach: L. Guyot, F. Schafroth.

Nächstes Heimspiel:

Samstag, 4. Oktober 2025, 15.00 Uhr, 1. Liga Herren VBC Glaronia–VBC Züri Unterland,
17.00 Uhr, NLB Frauen Raiffeisen Volley Glaronia–Servette Star-Onex