Glaronia gewinnt im Tessin, verliert aber zu Hause

Gegen die eher schwachen Tessinerinnen setzt sich Glaronia nach hartem Kampf durch, doch gegen Aadorf bleibt da ersatzgeschwächte Glarner Team chancenlos.



Angeschlagene Glarnerinnen

Captain und Mittelblockerin Marjanovic mit Knieverletzung auf der Bank, Libera Mandelbaum wegen einer Handverletzung nur beschränkt einsetzbar – jetzt musste es die Jungen richten. Salina Brehm kam als Libera zum Zug, Lieselot Heynen erlebte ihre Feuertaufe als Mittespielerin. Das Team kämpfte tapfer, liess sich durch die schwierigen Umstände nicht demotivieren und gewann den ersten Satz in Bellinzona.

Tessinerinnen machen immer mehr Druck

Die spielerisch guten Südschweizerinnen hatten oft die Nase vorn, sicherten sich den zweiten Satz und waren auch in der Folge nahe an einem Satzgewinn. Doch für einmal war Glaronia nicht nur das glücklichere Team, sondern es hatte auch die besseren Nerven. Giubiasco hatte die deutliche Niederlage des Vorwochenendes offenbar noch nicht weggesteckt und schaffte es sowohl im dritten als auch vierten Satz nicht, den wichtigen letzten Punkt zu buchen. So kam Glaronia nach einer engen Partie zum Vollerfolg.

Aadorf eine Nummer zu gross

Der Sieg im Tessin hatte offensichtlich an den Reserven der Glarnerinnen gezehrt, und am Sonntag mussten sie zu Hause gegen ein topfittes Aadorf antreten, erneut ohne Marjanovic, und auch Nicoli war weiterhin angeschlagen. Die Partie wurde so ein bisschen zum Duell der Aussenangreiferinnen Kronenberg von Aadorf und Zwanenburg von Glaronia. Die Glarner Juniorin mit holländischen Wurzeln hielt sich dabei sehr gut, zeigte tolle Aktionen, verfügt aber natürlich noch nicht über die Routine von Kronenberg.

Glaronia mit Problemen in Mittelblock

Die Absenz von Marjanovic konnte nun nicht mehr so gut kompensiert werden, wie am Vortag im Tessin. Die grosse und routinierte Blockspielerin fehlte in vielen Spielsituationen. Trainer Beltramelli experimentierte mit verschiedenen Auswechslungen, wohl auch schon mit Blick auf die kommenden Partien. Erst im dritten Satz gelang es Glaronia, doch noch etwas Druck zu machen, aber der Sieg der Thurgauerinnen war nie in Gefahr.

 

Volleyball Frauen NLB Qualifikation:

G&B Scuola Volley – VBC Glaronia 1:3 (21:25, 25:23, 24:26, 26:28) Halle: Arti + Mestieri, Bellinzona. Zuschauer: 100 – Spieldauer: 109 Min. – Schiedsrichter: F. Nasr Eddine, P. Bernasconi.

G&B Scuola Volley: Pedrazzi, Paredes, Lo Russo, Stamatovic, Zanoli, Torti, Branca, Giunta, Fonzi, Zecchin, Mallory, Majic, Croci-Maspoli, Felliti. Coach: F. Roncoroni, M. Panzeri

Glaronia: Aebli, Sacher, Nicoli, Lenzinger, Duss, Zwanenburg, Hofacher, Portmann, Heynen, Desam, Mandelbaum, Brehm. Coach: R. Beltramelli Filho, J. Murati

Bemerkungen: Glaronia ohne Marjanovic (verletzt)

VBC Glaronia – VBC Aadorf 0:3 (17:25, 14:25, 21:25) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 180 - Spieldauer: 65 Min. – Schiedsrichter: P. Sirucek, S. Lobsiger

Glaronia: Marjanovic, Aebli, Sacher, Nicoli, Lenzinger, Duss, Zwanenburg, Hofacher, Portmann, Heynen, Desam, Mandelbaum, Brehm. Coach: R. Beltramelli Filho, J. Murati

Aadorf: Werfeli, Gwerder, Radulovic, Grässli, Hunziker, Egger, Mico, Kronenberg, Widmer, Habegger, Leu. Coach: G. Cao Herrera

Bemerkungen: Glaronia ohne Marjanovic und teilweise ohne Mandelbaum (verletzt)