Glaronia hätte es packen können

Die Glarner Volleyballerinnen unterliegen Ruswil, nachdem sie nur einen Satz lang ihre mögliche Leistung abrufen können.



Pozorová (7) und Aebli (12) strecken sich vergeblich nach einem Ruswiler Angriff. (Bild: Peter Aebli)
Pozorová (7) und Aebli (12) strecken sich vergeblich nach einem Ruswiler Angriff. (Bild: Peter Aebli)

Vielleicht hatten sich die Luzernerinnen besser vorbereitet, während bei Glaronia etwas Ferienstimmung herrschte. Auf jeden Fall verschliefen die Glarnerinnen den Start, konnten sich dann aber unter der Führung einer starken Nikolovska aufrappeln und den ersten Satz sichern. Wer nun glaubte, die Gäste aus dem Glarnerland hätten die Partie nun im Griff, sah sich schwer getäuscht.

Glaronia patzte in der Annahme und war im Angriff zu wenig erfolgreich. Odion brachte die Bälle nicht zu Boden, und die im ersten Satz brillanten Mittelblockerinnen kamen zu selten zum Zug, weil kein vernünftiger Spielaufbau mehr möglich war. Pozorová war als Mittelblockerin die beste Hinterfeldspielerin, was kein Lob für die Qualitäten der anderen ist.

Tallo versuchte zu reagieren, indem er die drei Juniorinnen Hauri, Kamer und Werfeli teilweise wechselte, ohne dass dies dem Spiel mehr Impulse gegeben hätte. Die Fehlerquote der Glarnerinnen war einfach zu gross, und gegen ein Team, das im Durchschnitt sieben Jahre älter ist, ist dies tödlich.

Glaronia wurde von den routinierten Ruswilerinnen ausgespielt und reiste mit einer Niederlage nach Hause an die Fasnacht, wobei zumindest den älteren Spielerinnen die Lust darauf verloren gegangen war. Bereits am kommenden Wochenende können sich die Glarnerinnen rehabilitieren, indem sie den Leader Cheseaux im Heimspiel fordern.Artikel