Glaronia in Luzern auch mit reduziertem Team erfolgreich

Einmal mehr geben die Glarner Volleyballerinnen eine Zweisatz-Führung ab, doch diesmal setzen sie sich im Tiebreak durch.




Der Start der Partie lief nicht nach dem Geschmack von Glaronia-Trainer Küng, denn ohne Captain de Azevedo Camargo und ohne Hauri vermochten die Glarnerinnen nicht so ganz zu überzeugen. Beim Stand von 21:17 für Luzern kam Aebli ins Spiel, um den Block zu verstärken. Dies brachte eine erste Wende, aber zum Satzgewinn brauchte es auch noch eine sehr solide Serviceserie von Kamer.

Tadelloser Auftritt

Im zweiten Satz bot Glaronia eine schnörkellose Leistung: Rroco spielte stark auf, Rusterholz und Lenzinger punkteten erfolgreich und sorgten damit dafür, dass nicht alle Verantwortung auf Marjanovic lastete. Dies erlaubte der Serbin, erneute eine brillante Leistung zu zeigen. Insgesamt war es aber auch das Team als Ganzes, das keine Zweifel aufkommen liess und resolut den Satzgewinn anstrebte.

Umschwung für Luzern

Glaronia führte mit 2:0 Sätzen, und Luzern-Trainer Jarotta reagierte: Er ersetzte seine Tochter, die als Passeuse das Spiel dirigieren musste und damit offensichtlich nicht erfolgreich war, durch Baur. Auf der Glarner Netzseite hingegen wurde Aebli geschont, und die neue Konstellation führte dazu, dass Luzern immer stärker aufspielen konnte. Die Innerschweizerinnen profitierten auch von Glarner Annahmefehlern und von immer wieder auftretenden Patzern.

Erneut eine enge Partie

Im vierten Satz fand Glaronia zwar langsam ins Spiel zurück, Cetojevic kam aufs Feld und deutete an, dass dies ihr Tag sein könnte. Trotzdem reichte es nicht, um die Partie vorzeitig zu beenden, und Glaronia musste erneut ins Tiebreak. Jetzt setzte Küng von Anfang an auf Cetojevic, die sich mit einer starken Leistung am Netz und einigen erfolgreichen Angriffsbällen fürs Vertrauen bedankte. Glaronia hatte jetzt die die Nase leicht vorn und verwaltete diesen Vorsprung bis zum Sieg.

Volleyball Frauen NLB:

FC Luzern II – VBC Glaronia 2:3 (24:26, 21:25, 25:18, 25:21, 10:15) Halle: Doppelturnhalle Säli Luzern – Zuschauer: 60 Spieldauer: 100 Min. – Schiedsrichter: V. Da Conceicao, S. Budinsky

VBC Glaronia: Rroco, Aebli. Feusi, Marjanovic, Kamer, Schnyder, Nicoli, Cetojevic, Rusterholz, Lenzinger, Ludwig. Coach: P. Küng

FC Luzern: Jarotta, Egli, Krummenacher, Hodel, Gehrig, Marxer, Huez, Andersen, Baumann, Schoch, Baur. Coach: D. Jarotta

Bemerkungen: Glaronia ohne de Azevedo Camargo (verletzt) und ohne Hauri (krank)