Glaronia macht schwarzen Samstag vergessen

Eine herbe Niederlage machen die Glarnerinnen mit einer hervorragenden Leistung bereits am nächsten Tag vergessen.

 



Hauri ist bereit für die Annahmen
Hauri ist bereit für die Annahmen

Gegen Galina Schaan zeigte Passeuse Aebli eine ansprechende Leistung, Metzger bot so viel, wie man von einer grippekranken Volleyballerin erwarten kann, und Kamer spielte mit permanenten Schulterschmerzen. Bei ihrem kurzen Einsatz erfüllte Cetojevic die Erwartungen, doch was die anderen Spielerinnen zeigten, war undiskutabel. Die Annahme stand schlecht, die gross gewachsenen, aber nicht sonderlich beweglichen Galina-Spielerinnen wurden kaum geblockt, und in der Verteidigung stand man sich meist im Wege.

Weil Galina mit Mandelbaum eine hervorragende Libera hatte, gelang es auch nicht, mit starkem Service das Spiel zu dominieren. Glaronia kämpfte kraft- und glücklos und musste sich einem Liechtensteiner Team geschlagen geben, das allerdings besser ist, als es zu Saisonbeginn eingeschätzt wurde …

Nach fünfviertel Stunden verabschiedete sich Glaronia mit einer klaren Niederlage von einem enttäuschten Publikum, das mehr verdient gehabt hätte.

Ganz anders dann am Sonntag gegen Ruswil, das man als starken Gegner eingeschätzt hatte: Glaronia machte von Anfang an Druck mit starkem Service, sodass Limacher-Emmengger nur im ersten Satz und später nur phasenweise das Spiel am Netz dominieren konnte.

Bei Glaronia scheint Hauri langsam zu ihren alten Qualitäten zurückzufinden, und diese bewies sie in dieser wichtigen Partie. Sie servierte stark und trug einiges zur guten Annahme bei. Auch Metzger hatte einen starken Auftritt, nicht nur am Netz, sondern auch mit einigen spektakulären Verteidigungsaktionen. Es ist erstaunlich, was diese Frau, die doppelt so alt ist wie die Jüngste im Glarner Team, leistet. Hauri und Metzger hätten es aber nicht alleine geschafft, denn es brauchte eine gute Passeuse Aebli, starke Blocks von Nikolovska, schlagkräftige Angriffe von de Azevedo Camargo, solide Annahmen von Idrizi und mit Juniorin Kamer eine willige und engagierte Spielerin, die als Mittelblockerin eine schwierige Aufgabe mit Mut anpackt.

Glaronia zeigte als Team eine beherzte Leistung und gewann gegen ein Ruswil, das offenbar überrascht wurde und seine schwere Enttäuschung nicht verbergen konnte.

Glaronia – Galina 0:3 (17:25, 14:25, 23:25) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 90 Spieldauer: 73 Minuten – Schiedsrichter: S. Budinsky, M. Becker

Glaronia: Aebli, Metzger, Hauri, Nikolovska, de Azevedo Camargo, Idrizi, Kamer, Hämmerli, Cetojevic. Coach: D. Greso

Galina: Baric, Lukas, Marxer, Milicevic, Kluker, Mandelbaum, Fuchs, van der Helm, Bannwart, Kenel, Hasler, Johnson. Coach: M. Demmer

Glaronia – Ruswil 3:1 (27:25, 20:25, 25:17, 26:24) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 50 Spieldauer: 103 Minuten – Schiedsrichter: D. Zindel, S. Cejka

Glaronia: Aebli, Metzger, Hauri, Nikolovska, de Azevedo Camargo, Idrizi, Kamer, Hämmerli, Cetojevic. Coach: D. Greso

Ruswil: Fischer, Hofstetter, Kronenberg, Jordan, Seghers, Careddu, Kiener, Limacher-Emmenegger. Coach: J. Jordan