Sorgfältige Saisonvorbereitung
Der Sommer stand im Zeichen von aufwendiger Aufbauarbeit. Trainer Tallo hat sich vor allem den jungen Spielerinnen gewidmet, die dann auch grosse Fortschritte machten. Die Routiniers waren noch im Ausland oder im Beachvolleyball aktiv. Um die Neuzuzüge Prentice und Nikolovska gut ins Team zu integrieren, war die Zeit dann allerdings knapp. Für Kronenberg war die Umstellung kleiner, denn sie hat schon einmal eine Saison bei Glaronia gespielt.
Nervöser Start
Obwohl Aadorf im Vergleich zur letzten Saison auf die meisten Stammspielerinnen verzichten musste, begann Glaronia unnötig nervös, zeigte grosse Schwächen in der Annahme und in der Verteidigung und musste schliesslich den ersten Satz nach zwei verpassten Satzbällen abgeben. Mag sein, dass diese Enttäuschung dazu führte, dass der zweite Satz so ziemlich daneben geriet. Aadorf war viel effizienter, während der Glarner Block mit dem schnellen Spiel der Gäste nicht zurechtkam.
Aufbäumen der Glarnerinnen
Mit zwei Sätzen in Rücklage stand Glaronia am Rande der Niederlage und konnte sich trotzdem nochmals steigern. Es waren vor allem Kronenberg und Pozorová, die sich vermehrt durchsetzen konnten. Nikolovska war auf den Hinterpositionen weiterhin verunsichert und wurde am Netz zu wenig eingesetzt. Glaronia zeigte eine ordentliche Leistung, lieferte ein gutes Spiel, aber war noch lange nicht auf dem Niveau, das man von dieser Mannschaft erwarten kann.
Zum Schluss noch Pech
Dass der vierte Satz dann so knapp ausging, war Pech, auch wenn die Thurgauerinnen als verdiente Siegerinnen vom Platz gingen. Sie hatten die bessere Annahme, spielten schnell und wirkungsvoll und kämpften in der Verteidigung optimal. Glaronia besiegte sich auch ein bisschen selbst, indem man zu oft mit dem Schiedsrichter haderte, der zwar eine schwache Leistung zeigte, aber nicht ausschlaggebend für die Niederlage war. Zumindest die vielen Netzfehler kann man ihm nicht anlasten.
Derby soll Punkte bringen
Bereits am nächsten Sonntag steigt das Derby gegen den TSV Jona. Dann dürfte es erneut hektisch zu- und hergehen, aber Punkte liegen im Rahmen des Möglichen.
Match-Telegramm:
Glaronia – Aadorf 1:3 (24:26, 19:25, 25:21, 28:30) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer:130 Spieldauer: 104 Minuten – Schiedsrichter: A. Sikancic, T. Kummer
Glaronia: Aebli, Pozorová, Hauri, Nikolovska, Prentice, Kamer, Werfeli, Kronenberg, Thoma, Bottega. Coach: V. Tallo
Aadorf: Samlund, Schleiffer, Flachsmann, Scharpf, Wäckerlin, Brunner, Schindler, Bruess, Humbel. Coach: N. Georgeva
Bemerkungen: Glaronia ohne Sedelberger
Das nächste Heimspiel: Volleyball NLB Frauen:
Glaronia – TSV Jona, Sonntag, 9. Oktober 2011, um 16.30 Uhr, Kantonsschule Glarus
Peter Ferndriger und Gäbi Leuzinger geehrt



