Glaronia punktet erneut

Eine drohende Niederlage können die Glarner Volleyballerinnen dank dem Einsatz der letzten Kräfte noch abwenden und sich zwei wertvolle Punkte sichern.




Die grossen Hoffnungen, sich dank Heimvorteil gegen Luzern wichtige Punkte zu sichern, erhielten bereits in den ersten Spielminuten einen herben Dämpfer: Glaronia war völlig von der Rolle, versagte einmal mehr in der Annahme, und die jungen Luzernerinnen liessen die erfahrenen Glarnerinnen am Netz richtiggehend alt aussehen.

Jarotta und Marxer überragend


Während bei Glaronia vielleicht einzig Marjanovic einigermassen ihr übliches Rendement erreichte, überzeugten bei Luzern die junge Passeuse Jarotta und Mittelblockerin Marxer, die auch einmal im Glarnerland gespielt hat. Trotzdem konnte sich Glaronia nun steigern, auch weil Captain de Azevedo Camargo jetzt zielsicherer angriff. Schliesslich profitierte man von Unsicherheiten seitens Luzern und konnte sich so den zweiten Satz sichern.

Umstellungen im Glarner Team

Nun beorderte Trainer Küng de Azevedo Camargo auf die Universalpositionen und brachte im Aussenangriff Lenzinger ins Spiel. Die Juniorin zeigte einige spektakuläre Rettungsaktionen. Glaronia verlor trotzdem den dritten Satz deutlich. Küng hielt aber an seiner neuen Aufstellung fest, und es schien so, als hätte man endlich Boden unter den Füssen bekommen. Unter der Führung der brasilianischen Kapitänin spielte Glaronia mit viel mehr Druck. Die jungen Luzernerinnen verloren jetzt die Nerven, produzierten Fehler, sodass Glaronia leichtes Spiel hatte.

Luzern mit Ersatzbank und dann mit Vollgas ins Tiebreak

Bei zehn Punkten Rückstand wechselte Jarotta seine jüngsten Spielerinnen ein, die sich dann aber gut schlugen und die Glarnerinnen beinahe noch bedrängt hätten.

Im Tiebreak starte Glaronia ausgezeichnet, distanzierte die Gäste um drei Punkte, musste dann aber hektische Momente überstehen. Hauri kam nun ins Spiel und erwies sich als zuverlässiger Wert. Trotzdem gaben die Glarnerinnen die Partie nochmals aus der Hand: Luzern hatte zwei Satzbälle, ehe Marjanovic und de Azevedo Camargo unter Mobilisierung der letzten Kräfte das Spiel entscheiden konnten.

Volleyball Frauen NLB:

VBC Glaronia – FC Luzern 3:2 (21:25; 27:25, 18:25, 25:17, 16:14) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 80 Spieldauer: 114 Minuten – Schiedsrichter: R. Demmel, M. Sieber

VBC Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Nicoli, Cetojevic, Rusterholz, Lenzinger, Ludwig. Coach: P. Küng

FC Luzern: Jarotta, Egli, Krummenacher, Hodel, Gehrig, Marxer, Huez, Andersen, Mika, Baumann, Schoch, Baur. Coach: D. Jarotta

Bemerkungen: Glaronia ohne Aebli und Feusi

Volleyball Qualifikation NLB Frauen:

VBC Glaronia – Volley Toggenburg, Samstag, 26. November 2016, um 16.00 Uhr in der Kantonsschule Glarus

Bereits um 13.30 Uhr spielen Herren 1. Liga biogas volley Näfels II – volley Amriswil II