Glaronia punktet in der Meisterschaft, aber scheidet aus dem Cup aus

Knapper als geplant siegen die Glarner Volleyballerinnen gegen Lugano, verlieren dann aber im Cup gegen das NLA-Team Neuchâtel.



Die Glarnerinnen stiegen mit Eigenfehlern in die Partie gegen Lugano ein
Die Glarnerinnen stiegen mit Eigenfehlern in die Partie gegen Lugano ein

Die Glarnerinnen stiegen mit Eigenfehlern in die Partie gegen Lugano ein, das ein direkter Kontrahent um die Playoffteilnahme ist. Dann aber dirigierte Passeuse Aebli die erfolgreichen Angreiferinnen De Azevedo Camargo, Metzger und Nikolovska immer wieder in aussichtsreiche Situationen. Weil auch der Glarner Block gut stand, rannte Lugano erfolglos an und verlor den ersten Satz.

Glaronia änderte nichts an seiner Spielweise, und marschierte im zweiten Satz von Beginn weg einem sicher geglaubten Sieg entgegen. Metzger hatte viele gute Aktionen, und gegen ihre Angriffsschläge war auch der Tessiner Libero chancenlos. Die Vorgabe des Trainers, im Kampf um die Playoffteilnahme die vollen drei Punkte zu holen, schien in Griffweite.

Es kam dann aber anders, denn nach einigen missglückten Aktionen im dritten Satz begann Glaronia plötzlich an sich zu zweifeln. Von der bisher aggressiven Spielweise sah man nichts mehr, und die Fehler mehrten sich. Dieselben Tessiner Spielerinnen, die zwei Sätze lang immer wieder gescheitert waren, setzten sich nun plötzlich problemlos durch. Dazu kam, dass auch der Tessiner Libero zu Hochform auflief und viele Bälle im Spiel hielt. Bei Glaronia hielt Ratlosigkeit Einzug, und man musste den Gästen zwei Satzgewinne zugestehen.

Im Tiebreak jedoch konnte sich Glaronia wieder steigern und geriet nie in Gefahr, den Entscheidungssatz zu verlieren.

Unter deutlich weniger Druck standen die Glarnerinnen im Cupspiel vom Sonntag: Gegen Sagres NUC aus Neuenburg hatte man nichts zu verlieren, denn das starke NLA-Team trat in Vollbesetzung an. Glaronia bot den Gästen jeweils bis zur Satzmitte Paroli, lag teilweise sogar in Führung, musste dann aber vor allem vor den starken Mittelblockerinnen des Gegners kapitulieren

.Dass der Einzug in die Viertelsfinals ein Ding der Unmöglichkeit war, schien den Glarnerinnen bewusst zu sein. Ein Satzgewinn wäre durchaus denkbar gewesen, doch dafür hätte die Verteidigung besser stehen müssen.

VBC Glaronia - Volley Lugano 3:2 (25:18, 25:21, 19:25, 17:25, 15:11) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 110 Spieldauer: 109 Min. – Schiedsrichter: R. Geier, M. Keser

Glaronia: Aebli, Metzger, Hauri, Nikolovska, de Azevedo Camargo, Idrizi, Kamer, Hämmerli, Cetojevic. Coach: D. Greso

Lugano: Berisha, Croci Maspoli, De Gregorio, Guarino, Francescucci, Marzullo, Mauri, Montalenti, Romaneschi, Voth, Stojadinovic, Quadranti. Coach: Visenti

Schweizercup 1/8-Final:

VBC Glaronia (NLB) – Sagres NUC (NLA) 0:3 (19:25, 19:25, 20:25) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 90 Spieldauer: 62 Min. – Schiedsrichter: V. De Conceiçao, H. Spahni.

Glaronia: Aebli, Metzger, Hauri, Nikolovska, de Azevedo Camargo, Idrizi, Kamer, Hämmerli, Cetojevic. Coach: D. Greso