Glaronia souverän in der Meisterschaft und Ausrutscher im Cup

Gegen die Tessinerinnen aus Giubiasco setzen sich die Glarner Volleyballerinnen erneut überraschend klar durch. Ebenso überraschend scheiden sie gegen die Erstligistinnen aus Muri Bern im Cup aus.




Zu Beginn der Partie gab Glaronias Passeuse Rroco schon den Ton an: Mit dem ersten Ball platzierte sie eine Finte und buchte damit den ersten Punkt. In der Folge sollten die Glarnerinnen das Spiel dann auch nicht mehr aus der Hand geben.

Kämpferisches Giubiasco

Bis es allerdings so weit war, wurden die Glarner Volleyballerinnen durch ein Giubiasco gefordert, das eine starke kämpferische Leistung bot und, wie erwartet, in der Verteidigung sehr stark aufspielte. Die noch sehr jungen Spielerinnen verfügen über hervorragende technische Qualitäten. Dies führte zu eine interessanten Partie, in der Glaronia fast immer die Nase vorn hatte, während die Tessinerinnen aber unter permanentem Druck standen.

Glaronia grösser und schlagkräftiger

Am Netz waren die Einheimischen klar überlegen, sowohl im Block als auch im Angriff. Die Glarner Dominanz war nur möglich, weil neben den Ausländerinnen auch die Jungen im Team überzeugten: Kamer bot eine souveräne Leistung, und Libera Feusi ermöglichte mit starken Annahmen einen erfolgreichen Spielaufbau.

Gäste mit dem Rücken zur Wand


Mit 0:2-Sätzen im Rückstand sahen die nun deutlich verunsicherten Tessinerinnen kaum noch Chancen, das souveräne Glaronia in Bedrängnis zu bringen. Der Wille der Stimmungsmannschaft schien gebrochen, und die Einheimischen konnten es sich sogar leisten, in der Konzentration nachzulassen. Nach einer solchen Topleistung und bei dieser Überlegenheit, war dies nur verständlich.

Ausscheiden im Cup


Nach der ausgezeichneten Leistung in der Meisterschaft begann Glaronia im Cup gegen Muri Bern auch mit einem starken ersten Satz, konnte dann auf die Umstellungen im Berner Team aber nicht mehr reagieren. Die Erstligistinnen spielten nun mit der 42-jährigen Passeuse Hohermuth, die den Glarner Block zur Verzweiflung brachte. Das schnelle Berner Spiel überraschte Glaronia. Im vierten Satz wurde dann mit einem Servicefehler auch noch ein Satzball verschenkt und die Niederlage war Tatsache.

Volleyball Frauen NLB:

VBC Glaronia – GSGV Giubiasco 3:0 (25:20, 25:18, 25:16) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 120. Spieldauer: 66 Minuten – Schiedsrichter: F. Böhme, M. Gena

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Cetojevic, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Feusi, Rusterholz, Lenzinger, Ludwig, Nicoli. Trainer P. Küng

Giubiasco: Galfetti, Pedrazzi, Radice, Gazibaric, Zanoli, Berta, Branca, Sciarini, Gilardi, Croci-Maspoli. Coach: F. Roncoroni

Bemerkungen: Glaronia ohne Aebli (verletzt)

Volleyball Schweizercup Frauen &. Runde:

Volley Muri Bern (1. Liga) – VBC Glaronia (NLB) 3:1 (10:25, 25:19, 25:16, 25:24) Halle: Matte, Bern – Zuschauer: 80 Spieldauer: 86 Minuten – Schiedsrichter: T. Mordasini, U. Kämpf

Muri Bern: Altermatt, Gyger, H. Frey, Hohermuth, Schmid, Fink, Koller, Finke, K. Frey, Desarzens. Coach: D. Hostettler

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Feusi, Cetojevic, Ludwig, Nicoli. Coach: P. Küng

Bemerkungen: Glaronia ohne Aebli (verletzt) und ohne Lenzinger und Rusterholz (im Cup nur mit Jona spielberechtigt)