Konzentration fehlt
Wie schon gegen Therwil begannen die Glarnerinnen wenig konzentriert, schwach in der Annahme und mit einigen Aussetzern im Angriff. Nachdem Trainer Greso die Anweisung gegeben hatte, die Aufschläge von Neuchâtel nur noch durch zwei Spielerinnen annehmen zu lassen, bekam Glaronia die Partie besser in den Griff. Trotzdem ging der erste Satz noch verloren.
Guter Block bringt die Wende
Aufschwung bekamen die Einheimischen, als es ihnen gelang, die brasilianische Angreiferin Jorge mit perfekten Blocks zu stoppen. Die spektakuläre Spielerin konnte sich nicht mehr durchsetzen, was die Glarnerinnen ermutigte und Neuchâtel aus dem Konzept brachte. Trainerin Petrachenko nahm nun Stammspielerinnen vom Feld, gab die Anweisung, extrem diagonal anzugreifen und versucht, die Oberhand wieder zurückzugewinnen. Gegen die gut aufspielenden Glarnerinnen wurde dies aber zunehmend schwieriger.
Stimmung hilft Glaronia
Unter „Cheerleader“ Debi Hernandez griff nun die Zuschauertribüne ins Spiel ein und trieb Glaronia weiter voran. Die Juniorinnen Oswald und Pfyl, die schlecht gestartet waren, reüssierten nun regelmässig. Pfyl tat sich zwar weiterhin schwer mit dem Service und wurde deshalb auf den Hinterpositionen jeweils einmal pro Satz durch Bäbler ersetzt, die zum Aufschlag aufs Feld kam und ihre Sache bestens machte. Petrachenko war von ihrer Brasilianerin so enttäuscht, dass sie diese vom Feld nahm und durch die erfahrene Kanadierin Veilleux ersetzt, was allerdings auch keine neuen Impulse brachte.
Glarnerin im Einsatz für Neuchâtel
Weil sich das Neuenburger Spiel nicht nach dem Gusto der Trainerin entwickelte, brachte diese in der zweiten Spielhälfte Caroline Gossweiler auf der Passeurposition zum Einsatz. Die kaufmännische Angestellte war in Näfels aufgewachsen und hatte beim MTV das Volleyballspielen gelernt, war dann aber früh in die Westschweiz gezogen. Sie löste ihre Aufgabe gut, konnte aber die schliesslich klare Niederlage der Gäste nicht verhindern.
Spieltelegramm:
NLB Volleyball Playoffs Frauen: Glaronia – JOB ONE Neuchâtel UC 3:1 (21:25, 25:20, 25:16, 25:18)
Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 200 – Spieldauer: 79 Min.
– Schiedsrichter: P. Fonio, A. Sikanjic
Glaronia: Dal Fuoco, Bäbler, Rüegg, Steklacova, Vahe, Labudova, Marti, Oswald, Hösli, Aebli, Pfyl. Coach: D. Greso
Neuchâtel: Portmann, Wigger, Jorge, Rossier, Dubois, Veilleux, Gossweiler, Hugi, Robbiani, Baumann. Coach: I. Petrachenko
Bemerkungen: Glaronia ohne Hernandez.
Viele neue Funktionäre erwartet



