Glaronia stürzt Leader Volley Luzern

Die Glarner Volleyballerinnen fuhren angespannt und konzentriert nach Luzern, hatten grossen Respekt vor den Innerschweizerinnen, kamen dann aber zu einem überraschend einfachen Sieg.



Start nach Mass

Captain Tina Lenzinger führte ihr Team mit viel Selbstvertrauen in die Partie, brachte solide Annahmen auf Passeuse Mariah Mandelbaum und trug viel zum guten Start bei. Die Luzernerinnen machten es Glaronia auch nicht schwer – ihr Service war ungefährlich, und wirklich überraschen konnte eigentlich nur die Zuspielerin, wenn sie einen zweiten Ball im Glarner Feld platzierte.

Volley Luzern ohne Rezept

Für Glaronia bot sich die Gelegenheit, Juniorin Natalia Coluccello einzusetzen. Man hielt die Innerschweizerinnen immer auf Distanz, brauchte auch in diesem Satz keine Auszeit und dominierte die Partie, weil die einzelnen Spielerinnen deutlich bessere Leistungen zeigten als am Vorwochenende. Francesca Nicoli, die am Netz aufmerksam war und einige schöne Punkte buchte, überzeugte ganz besonders.

Luzern kommt doch noch zu Chancen

Glaronia lag zu Beginn des dritten Satzes mit 6:9 Punkten zurück und versuchte, mit einem Time-out den Schwung der Gegnerinnen zu stoppen. Dies schien zu gelingen, denn Ewelina Brzezińska setzte die Partie mit einem korrekten Block fort, der aber vom Schiedsrichter nicht toleriert wurde. Sie habe übers Netz gegriffen, meinte er und verärgerte die Glarnerinnen derart, dass er gleich noch eine rote Karte wegen Reklamierens zücken musste. Statt einem Punkt für Glaronia gab es zwei für Luzern!

Barbara Cembranos entscheidet den Satz

Die Gäste waren nun von der Rolle, irritiert durch die rote Karte, und verloren weiter an Boden. 8:15 lagen sie zurück, ehe sie wieder ins Spiel fanden, und am Ende brachte die Einwechslung von Barbara Cembranos die Entscheidung: Sie kam beim Spielstand von 19:23 für Luzern, servierte zwei Asse und trug viel zum Glarner Sieg bei.

Volley Luzern – VBC Glaronia 0:3 (19:25, 16:25, 23:25) Halle: Doppelturnhalle Säli, Luzern – Zuschauer: 90 – Spieldauer: 67 Min. – Schiedsrichter: F. Nasr Eddine, Ch. Schmid
Luzern: Erni, Smith, Giroud, Hofstetter, Wigger, Schepers, Rodriguez, Bühler, Gehrig, Nussbaumer, Smiljkovic, Häfliger.
Glaronia: Vesti, Lenzinger, Nicoli, Portmann, Mandelbaum, Coluccello, Brzezińska, Desam, Cembranos, Bulajic, Salvati.
Bemerkungen: Glaronia ohne Reuther, Sprachaufenthalt.