Glaronia verliert Krimi gegen Bellinzona – nimmt aber einen Punkt mit

Nach drei Siegen in Folge wollte Raiffeisen Volley Glaronia auch gegen Bellinzona nachlegen. Am Ende wurde es ein Fünfsatz-Thriller: 2:3 verloren, aber wenigstens einen Punkt gerettet. In einem direkten Duell um Rang zehn fühlt sich das ein bisschen an wie «nicht gewonnen, aber auch nicht untergegangen».



Nicht nur in der Annahme immer stabil: Die Slowakin Jana Šimanicová (Foto Jaime Fernández del Río)
Nicht nur in der Annahme immer stabil: Die Slowakin Jana Šimanicová (Foto Jaime Fernández del Río)

Starker Start in neuer Formation

Glaronia setzte im ersten Satz den Matchplan sehr sauber um. Block und Abwehr griffen gut ineinander, und auch in schwierigen Momenten blieb das Team stabil.

Nicole Kamer stabilisiert die Annahme

In der Startformation gab es eine Änderung: Nicole Kamer begann als zweite Aussenangreiferin. Der Wechsel zahlte sich aus; vor allem in der Annahme brachte sie Ruhe ins Spiel.

Rotation hängt und die Servicefehler helfen mit

Im zweiten Satz führte Glaronia früh 10:7. Nach einem Time-out der Tessinerinnen kippte die Partie jedoch: Glaronia blieb zu lange in derselben Rotation stecken, und in wichtigen Momenten kamen wiederholt Aufschlagfehler dazu. Bellinzona übernahm das Kommando.

Schoop bringt Schwung, Simmons punktet clever

Im dritten Durchgang startete Bellinzona besser, doch mit Soley Schoop kam neuer Druck ins Spiel. Glaronia servierte konsequenter, verteidigte kompakter und spielte zielstrebiger zu Ende. Zuspielerin Chelsea Simmons streute zudem mutige zweite Bälle und Finten ein; das brachte Punkte und Unruhe beim Gegner.

Vierter Satz: Bellinzona macht den zähen Gegner

Bellinzona ist für seine Kampfbereitschaft bekannt, und genau das zeigte sich im vierten Satz. In langen Ballwechseln fehlte Glaronia am Ende die Konsequenz, dazu kamen Ungenauigkeiten und Eigenfehler.

Tie-Break: knapp, umkämpft und zu fehlerhaft

Der Entscheidungssatz blieb eng, doch Glaronia lief meist leicht hinterher. Müdigkeit gilt dabei kaum als Ausrede – Bellinzona hatte am Vorabend bereits gespielt. Ausschlaggebend war letztlich die Fehlerquote, trotz erneut starker Jana Šimanicová.

Matchtelegramm

Raiffeisen Volley Glaronia–Bellinzona Volley 2:3 (25:18, 20:25, 25:19, 17:25, 12:15). – Kantonsschule Glarus – 150 Zuschauer – Schiedsrichter: C. Schmid/M. Becker – Spieldauer: 136 Minuten.
Glaronia: Leskinovica, Ramadani, Šimanicová, Brand, Coluccello, Simmons, Bulajic, Kamer, Sherlock, Vogel, Schoop; Liberas: Krättli, Schifferle. Coach: E. Hösli
Bellinzona: Ambivieri, Vicari, Viscomi, Giacomazzi, Turconi, Jakupovic, Rinke, Salas Moreno, Marzolla, Biondini, Beqiraj; Liberas: Bissig, Dorigo. Coach: L. Lisanti

Das nächste Heimspiel:
Samstag, 24. Januar 2026, um 17.00 Uhr Kanti Glarus. Raiffeisen Volley Glaronia–Volley Köniz