Glaronia verliert nach 2:0-Führung gegen Aadorf

Captain de Azevedo Camargo fällt verletzt aus, und die Glarnerinnen müssen sich nach einem verpassten Matchball knapp geschlagen geben.




Hochmotiviert, sich für die 2:3-Niederlage in der Qualifikation zu revanchieren, traten die Glarner Volleyballerinnen zu Hause gegen Aadorf an. Ihre Annahme war einigermassen solide, Rroco konnte das Spiel gut verteilen, wobei vor allem Lenzinger im Angriff eine besonders starke Leistung zeigte. Weil für einmal nicht nur Marjanovic und de Azevedo Camargo punkteten, stand der Aadorfer Block vor einer schwierigen Aufgabe. Den ersten Satz hatte man schnell in der Tasche.

Aadorf fasst Tritt

Ähnlich stark begannen die Glarnerinnen dann auch im zweiten Satz, wobei nun Rusterholz für Nicoli auf die Mitteposition kam. Zu einem kurzen Einsatz kam auch Aebli nach einer langen Verletzungspause. Ihr Comeback verlief erfolgreich, weil sie schmerzfrei spielen konnte. Glaronia gewann dann auch den zweiten Satz, doch der Widerstand der Thurgauer Gäste wuchs spürbar.

Schwerer Rückschlag für Glaronia

Sollte es gelingen, die starken Aadorferinnen so schnell abzufertigen? Captain Nina Lutz war am Netz jedoch öfters erfolgreich. Beim Stand von 11:10 für die Gäste schied dann de Azevedo Camargo mit einer Zerrung verletzt aus. Auf ihrer Position spielte jetzt Ludwig, die nicht nur glänzend servierte, sondern auch am Netz hervorragend angriff. Schliesslich wurde sie von Rroco zum Matchball angespielt, setzte dann aber den Angriffsball wenige Zentimeter neben die Linie. Aadorf nutzt die Chance, gewann den dritten Satz und steigerte sich dann weiter.

Einbruch im vierten Satz

Nun schien Glaronia wirklich unter Schock zu stehen, denn es lief nichts mehr. Weil auch die Annahme wankte, geriet das Glarner Spiel aus den Fugen, und Aadorf konnte auf 2:2 ausgleichen. Wer hätte unter diesen Umständen noch auf Glaronia gewettet? Doch das Glarner Team fing sich, führte beim Seitenwechsel sogar mit 8:7. Aebli kam wieder aufs Feld, glich mit einem Block auf 12:12 aus, doch dann setzte sich Aadorf doch noch durch.

Verkraftbare Niederlage

Sport kann manchmal hart sein – einige wenige Zentimeter machten den Unterschied zwischen einem 3:0-Sieg und einer 2:3-Niederlage. Trotzdem darf man den jungen Glarnerinnen ein Kompliment machen, wie sie gegen das in der Tabelle vor ihnen liegende Aadorf alles gegeben haben. Zudem lässt sich die Niederlage auch viel einfacher wegstecken, im Wissen, die Finalrunde ohnehin bereits erreicht zu haben.

Volleyball Frauen NLB Qualifikation:

VBC Glaronia – VBC Aadorf 2:3 (25:18, 25:23, 26:28, 16:25, 12:15) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 120 – Spieldauer: 114 Min. – Schiedsrichter: M. Ciemiega, S. Signer

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Rusterholz, Lenzinger, Aebli, Nicoli, Ludwig. Trainer P. Küng

Aadorf: N. Lutz, Albertini, Yürükalan, Koch, Hasler, Widmer, A. Lutz, Egger, Meili, Pantaleoni, Oswald. Coach: F. Strohm

Bemerkungen: Glaronia ohne Feusi und ohne Cetojevic (Einsatz mit der zweiten Mannschaft)