Glaronia weiterhin auf Play-off-Kurs

Mit einer guten kämpferischen Leistung schlagen die Glarner Volleyballerinnen Züri Unterland trotz vieler verletzungsbedingter Absenzen.




Mandelbaum und Zwanenburg fehlen

Der Ausfall von Libera Mariah Mandelbaum hatte Trainer Beltramelli bereits dazu gezwungen, Tina Lenzinger auf der Liberaposition einzusetzen. Da nun auch Daphne Zwanenburg ausfällt und Marie-Malene Duss ebenfalls verletzt ist, gehen ihm die Angreiferinnen aus. Doch der Brasilianer ging volles Risiko, spielte mit zwei Libera und hatte so keinen Ersatz, falls es mit Alina Hofacher im Angriff nicht geklappt hätte.

Sacher löst Aufgabe gut

Passeuse Nora Sacher hatte von Beginn weg einen starken Auftritt. Inzwischen ist klar, dass Anahita Aebli nicht mehr als Auswechselspielerin zur Verfügung steht, doch mit diesem Druck kommt die junge Zuspielerin zurecht. Sie verteilte die Bälle gut, setzte öfters als am Vorwochenende Bojana Marjanovic ein und trug mit zwei starken Services kurz vor Spielende Entscheidendes zum 3:0-Sieg bei.

Zürcherinnen finden den Tritt nicht

Zum letzten Mal gepunktet haben die Züricherinnen beim Saisonauftakt in Glarus; seither gab es nichts Zählbares. Von aussen ist dies schwer nachvollziehbar, denn Anfang Oktober hatte das Team von Trainerin Svetlana Ilic ausgezeichnete Aktionen gezeigt, und unter der Führung von Captain Vera Caluori hatten die Gäste verdient gepunktet. Im dritten Satz kam Züri Unterland beinahe zu einem Teilerfolg, doch die Zürcherinnen haben offensichtlich das Siegen verlernt.

Lea Portmann besonders stark

Die Studentin, die von Steinhausen ins Glarnerland gewechselt hat, zeigte im Angriff grosse Durchschlagskraft und spielte auch in allen anderen Situationen fast fehlerlos. Sie war mit Sicherheit der Grundstein des Erfolgs. Mittelblockerin Francesca Nicoli, die letzte Saison ebenfalls mit ihr im Zugerland gespielt hatte, hat sich im Vergleich zum Vorwochenende deutlich gesteigert und trug vor allem auch mit ein paar schönen Blocks zum Sieg bei.

Giubiasco als nächste Herausforderung

Die Tessinerinnen aus Bellinzona haben bisher keine Stricke zerrissen, doch einmal mehr hat die Vereinsführung nun ausländische Verstärkung eingeflogen. Diese Strategie geht fast jedes Jahr auf: Man beginnt mit eigenem Nachwuchs und wenn es dann nicht läuft, holt man massiv Profis ins Team. Dabei werden die Spielerinnenlöhne für die Vorbereitung und die ersten beiden Monate der Saison gespart. Ob diese Rechnung auch dieses Jahr aufgeht, wird man am Samstag in Glarus sehen.

Volleyball Frauen NLB Qualifikation:

VBC Züri Unterland – VBC Glaronia 0:3 (15:25, 17:25, 21:25) Halle: Sporthalle Ruebisbach, Kloten – Zuschauer: 60 – Spieldauer: 65 Min. – Schiedsrichter: Ch. Schmid, N. Moor.

Züri Unterland: Smiljkovic, Petrovic, Krieger, Casanova, Jankovic, Volume, Frangi, Häring, Caluori, Schwarz, Wenger, Chicherio, Merkofer, von Arx. Coach: S. Ilic, F. Strohm.

Glaronia: Marjanovic, Aebli, Sacher, Nicoli, Lenzinger, Duss, Hofacher, Portmann, Heynen, Desam, Mandelbaum, Brehm, Arshinkova. Coach: R. Beltramelli Filho, J. Murati

Bemerkungen: Glaronia ohne Mandelbaum und Zwanenburg (beide verletzt)

Volleyball NLB Frauen Qualifikation:

VBC Glaronia – G&B Scuola Volley Giubiasco: Samstag, 30. November 2019, um 16.00 Uhr Kantonsschule Glarus