Glarus fegt Wil von den Brettern

Erfolg auf der ganzen Linie: Glarus schickt die Gäste aus Wil mit der Höchststrafe von 6:0 nach Hause und übernimmt die Tabellenführung in der dritten Liga.



Erfolg für den Schachklub Glarus auf der ganzen Linie (Bild: jhuber)
Erfolg für den Schachklub Glarus auf der ganzen Linie (Bild: jhuber)

Nach dem unglücklichen Abstieg in die dritte Liga in der Saison 2008 macht der Schachklub Glarus, Version 2009, vor allem seine Gegner unglücklich. Zugegeben: Die Glarner waren gegen den nach internen Querelen geschwächten Schachklub Wil klar zu favorisieren. Aber Aussenseiter können bekanntlich ganz schön mühsam werden, wenn man sie unterschätzt. Auf die leichte Schulter nehmen durfte man im Glarnerland diesen Match also nicht.

Glarus von Beginn an dominant

Martin Dürst demontierte mit seiner Spezialität, der sizilianischen Eröffnung, seinen Gegner von Anfang an und buchte nach einer guten Stunde den ersten Punkt für Glarus. Kurze Zeit später hatte auch Peter Fuchs bereits Feierabend: 2:0 für Glarus. Oswald Bürgi brauchte etwas mehr Geduld, machte aber nach drei Stunden mit einer schönen Kombination aus Opfer mit Mattangriff alles klar. Gleich darauf stellte Werner Ziltener den Glarner Sieg vorzeitig sicher. Er überspielte seinen Gegner und brachte den vierten Punkt ungefährdet ins Trockene. Einzig bei Christoph Gutscher sah die Situation zeitweise kritischer aus, aber wenn ein Match gut läuft, kommt das Glück von selbst: Der Wiler wollte zuviel und zerstörte damit seine Siegesschancen selber. Als nach gut viereinhalb Stunden noch Martin Jennys Gegner entnervt davonlief, weil sich seine Hoffnungen auf ein Remis zerschlagen hatten, stand der Zähler auf 6:0. In dieser Form, spielfreudig, druckvoll und mit Biss, dürften die Glarner Schachspieler noch anderen Kontrahenten Probleme bereiten.