Glarus feiert in Altdorf

Glarus war an der diesjährigen Bundesfeier Gastgemeinde in Altdorf. Für einen Tag war der Dorfkern in Altdorf Mittelpunkt, mit einer Vielzahl an Marktständen von Glarner Detaillisten, welche ihre kulinarischen Glarner Spezialitäten präsentieren konnten. Auch musikalisch war Glarus mit verschiedenen Gruppen und dem «Zigermandli» vertreten.




Begrüsst wurden die mit drei Cars angereisten Gäste aus dem Glarnerland von Gemeinderat Kilian Gasser, welcher anschliessend auch durch das Programm der Feier führte. «Ich freue mich, Sie hier in Altdorf zu diesem besonderen Tag willkommen zu heissen und bitte Sie, mir nun auf den Ratshausplatz zu folgen.» Bereits um gut 10.00 Uhr herrschte ein reges Treiben und grosses Interesse an den zahlreichen Marktständen mit Glarner Produkten.

Mitspieler des Staates

In seiner sehr interessanten Grussbotschaft wies der Gemeindepräsident von Altdorf auf die Präambel der Schweizerischen Bundesverfassung hin, demzufolge frei nur ist, wer seine Freiheit auch gebraucht. Ich fordere Sie auf, sich einzumischen. Sie sind nicht nur Kunden, Konsumenten oder Zuschauer, sondern Mitspieler des Staates. Wir brauchen Sie alle.» Er sprach auch über seinen Besuch als Gast an der diesjährigen Landsgemeinde in Glarus. «Ich bin zwar nicht unbedingt ein Fan der Landsgemeinde, war aber sehr beeindruckt, dass auch bei sehr zu entscheidenden Abstimmungen letztendlich immer der Landammann entscheidet.»

Das Verbindende steht im Vordergrund

Mit zwei Liedern aus ihrem Repertoir unterstützten die Rämlers den Anlass musikalisch. «Der Austausch liegt uns sehr am Herzen», betonte der Glarner Gemeindepräsident Christian Marti in seiner Grussbotschaft auf dem Ratshausplatz in Altdorf. Wie er weiter scherzhaft ausführte, sei längst vergessen, dass die Glarner vor langer Zeit den Kampf um den Urnerboden gegen die Urner verloren hätten. «Heute steht das Verbindende im Vordergrund.» Anschliessend und auch später im Festzelt gab das «Zigermandli» einige seiner stets leicht politisch angehauchten Sprüche bekannt.

Kein Politiker als Festredner

Wie Kilian Gasser vom Altdorfer Gemeinderat erklärte, habe man dieses Jahr bewusst mit der Tradition gebrochen und für einmal keinen Politiker für die Festrede eingeladen. «Weil auch Nichtpolitiker einiges zu sagen haben.»

Altdorf und Glarus haben einiges gemeinsam

Markus Stadelmann, Moderator, Sänger und Schauspieler, zeigte in seiner offiziellen Festrede auf, was die Kantone Uri und Glarus verbinde. Er fand vor allem topografisch einige Gemeinsamkeiten: «Links ein Berg und rechts ein Berg und hinten ein Berg», meinte er scherzhaft. Und führte weiter aus: «Im Süden jeweils ein Loch, im Urnerland das Gotthardloch und bei uns das Martinsloch.» Er konnte diese Gemeinsamkeiten aber auch an einer Bekanntschaft mit einem Urner belegen. So wirkt Stadelmann mit dem Urner Sänger Dani Arnold beim Männerchor «Heimweh» mit. Wie er weiter betonte, verbinde ihn aber noch etwas mit seinem Sängerfreund; beide sind Familienväter. «Und Kinder sollten wir uns zum Vorbild nehmen. Sie sind es, die stets mit Neugier auf Neues zugehen und Freude an Kleinigkeiten haben. Sie zeigen, auf worauf es schlussendlich ankommt.»

Die Hin- wie auch die Rückreise mit dem Car war ein schönes Erlebnis und den Fahrern gebührt ein ganz spezieller Dank. Die Fahrgäste sind sicher und genau nach Zeitplan in Altdorf und sicher und wieder zeitgenau in Ennenda angekommen.