Glarus gewinnt Silber mit dem Standardgewehr

Zum Auftakt des 70. Thurgauer Kantonalschützenfestes, welches vom 21. Juni bis 8. Juli im Hinterthurgau stattfinden wird, feierte die Thurgauer Matchschützenvereinigung ihr 25-jähriges Bestehen mit dem 4. Ostschweizer Ständematch.




Auf drei Schiessständen wurden 9 Disziplinen der besten Ostschweizer Matchschützen der Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Glarus, St.Gallen, Schaffhausen, Graubünden, Zürich und Thurgau durchgeführt. Dabei wurden hervorragende Resultate erzielt. Die Matchschützen Glarus nahmen dabei mit 7 Teams teil.

Gewehr 300 m 3x20

Der Dreistellungswettkampf mit dem Freigewehr auf 300 m wurde in Aadorf durchgeführt. Sechs Elite-Mannschaften und die Nachwuchsmannschaft vom Zürcher Schiesssportverband schossen das 60-Schuss-Programm mit zuerst 20-mal kniend, dann 20-mal liegend und zum Schluss noch 20-mal stehend. Dabei war auch ein Team aus Glarus mit den Schützen Roland Weyermann, Jürg Fischli und Gianni Albert. Die St.Galler Schützen gewannen überraschend mit dem Gesamttotal von 1712 Punkten. Mit nur 2 Punkten Vorsprung auf die starken Zürcher und Thurgauer platzierten sie sich auf dem 3. Rang mit total 1687 Punkten. Die Glarner konnten dabei nicht mit der Spitze mithalten und wurden mit 1535 Punkten auf dem 7. Rang klassiert. Im Einzel gewann Andrea Brühlmann von den Thurgauer Matchschützen mit 580 Punkten vor der letztjährigen Siegerin beim Ostschweizer Ständematch in Glarus, der St.Gallerin Myriam Brühwiler mit 578 Punkten und dem Nachwuchsschützen aus Zürich, Sascha Dünki, mit ebenfalls 578 Punkten. Jürg Fischli aus Näfels auf dem 15. Rang erzielte 538 Punkte und Roland Weyermann im 16. Rang erreichte 535 Punkte. Gianni Albert wurde mit 462 Punkten im 21. Rang klassiert.

Standardgewehr 300 m 2x30

Das grösste Teilnehmerfeld mit acht Mannschaften à je 4 Schützen war mit dem Standardgewehr 30 Schuss liegend und 30 Schuss kniend im Einsatz. Am Morgen früh herrschten sehr schwierige Bedingungen mit leichtem Dunst bei Gegenlicht im Schiessstand Tobel. Als Favorit waren auch in dieser Disziplin die Zürcher einzustufen, aber Glarus, St.Gallen und Graubünden durften nicht unterschätzt werden. Zürich zog gleich zu Beginn im Liegendteil mit 1182 Punkten davon. Glarus mit 1169 Punkten, Graubünden mit 1162, Thurgau mit 1158, Appenzell Ausserrhoden 1154 und St.Gallen mit 1152 waren die weiteren Verfolger. Die Zürcher sind aber von vielen Wettkämpfen gestärkt, routiniert genug und auch von der Klasse her, um im Kniendteil den Vorsprung zu verwalten. Dazu braucht es vier sehr gute und ausgeglichene Schützen, um an der Spitze das Maximum im Kniendteil ins Ziel zu bringen, und dies ist bei den Zürchern momentan so. Beim Kniendteil verloren die Glarner nur noch 4 Punkte auf die Zürcher und die Bündner deren 6, aber zu gross war der Abstand aus der ersten Hälfte. Die Zürcher gewannen überlegen mit 2296 Punkten. Die Silbermedaille war noch ein heftiger Kampf zwischen den Glarner und Bündner Schützen, aber der Glarner Routinier und gute Kniendschütze Fredi Ronner (576) gewann auf souveräne und ruhige Art diese heiss begehrte Silbermedaille mit den Glarnern Niklaus Müller (575), Silvio Freitag (568) und Mischa Armati (560) erreichten sie total 2279 Punkte. Ebenfalls auf dem Podest mit der Bronzemedaille waren am Schluss die Bündner Matchschützen mit 2270 Punkten. Im Einzelklassement mit je 586 Total gewannen die beiden Bündner Kollegen Georg Maurer und Domenic Lorenzetti vor Kurt Maag aus Zürich mit 582 Punkten und Fredi Ronner mit 576 Punkten. Niklaus Müller klassierte sich im 6. Rang mit 575 und Silvio Freitag im 9. Rang mit 568 Punkten. Mischa Armati wurde mit 560 Punkten im 20. Rang klassiert.

Gewehr Sport 300 m liegend

Dieser Wettkampf war ausgeglichen bis zum Schluss. Zu den Favoriten zählten eindeutig die Zürcher und die Bündner, aber auch die Glarner mussten sich nicht verstecken und die St.Galler und Appenzell Innerrhoden durften sich durchaus Hoffnungen auf Medaillen machen. Die Zürcher gaben mächtig Gas in der ersten Hälfte mit 884 Punkten und mit 871 Punkten schien der Zug für die Bündner schon abgefahren zu sein. Dahinter folgten gleich drei Mannschaften mit je 868 Punkten nämlich: Glarus, St.Gallen und Appenzell Innerrhoden. In der zweiten Hälfte verloren die Zürcher zu viele Punkte und die Bündner holten mächtig auf. Die drei Schützen aus Graubünden (1752) gewannen am Schluss die Goldmedaille mit drei Punkten Vorsprung auf die Zürcher (1749). Auf dem 3. Rang sind die drei Schützen aus St.Gallen mit 1744 Punkten. Die drei Glarner Schützen Sepp Gisler (588), Christoph Kamber 584, Monika Däster (564) – total 1742 Punkte – verpassten das Podest um winzige 8 Punkte. Christof Carigiet aus Zürich gewinnt mit 590 Punkten die Einzelkonkurrenz vor dem Glarner Sepp Gisler mit 588 und dem Graubündner Urs Brazerol mit 586 Punkten.

Armeegewehr 300 m 2x30

Die Glarner Schützen (2083) Ruedi Feldmann, Hansruedi Weber, Jürg Frei und Ruedi Kummer waren leider nicht vom Glück begünstigt, hatten sie doch einen Waffendefekt zu beklagen. Die Titelverteidiger vom letzten Jahr wurden dadurch sehr stark zurückgebunden. Die Bündner (2137) waren diesmal viel stärker und auch Zürich (2119) und Thurgau (2107) zählten zu den Medaillengewinnern. Bruno Baumgartner Zürich gewann das Einzelklassement mit 550 Punkten vor Bruno Kellenberger aus St.Gallen und Herrmann Jemmi Graubünden mit je 544 Punkten. Auf dem undankbaren vierten Platz ist der Glarner Ruedi Feldmann mit 543, Hansruedi Weber im 8. Rang mit 533, Jürg Frei mit 520 im 15. Rang und im 24. Rang Ruedi Kummer mit 487 Punkten.

Armeegewehr 300 m liegend

Auch in dieser Disziplin mit 60 Schuss liegend bei den Armeegewehren waren die Zürcher eine Klasse für sich. Sie liessen von Anfang an nichts anbrennen und kein Mitglied der vierköpfigen Mannschaft schoss weniger als 554 Punkte. Die Bündner handelten sich einen Rückstand von 23 Punkten ein und landeten auf dem 2. Rang. Als Dritte sind die St.Galler auf dem Podest mit 2225 Punkten. Nur gerade ein Punkt hinter dem Silbermedaillengewinner. Die Glarner Schützen (2189) klassierten sich auf dem 5. Rang. Im Einzelklassement ist Peter Hochreutener aus St.Gallen mit 571 Punkten siegreich, gefolgt vom Zürcher Hans Eggli mit 568 und dem Bündner Andrea Stiffler mit ebenfalls 568 Punkten.

Mit 563 Punkten im 7. Rang ist der Glarner Martin Hürlimann und im 11. Rang sein Bruder Ernst mit 559 Punkten. August Mächler und Felix Zweifel sind auf den Rängen 22 und 23 mit 534 respektive 533 Punkten.

Freipistole 50 m

In der wohl schwierigsten Pistolendisziplin, der Freipistole, wagten sich nur gerade 4 Mannschaften in das 60-schüssige Programm. Thurgau gewann den Teamwettkampf mit 1563 Punkten. Auf dem zweiten Platz ist St.Gallen mit 1548 und Dritte sind die Zürcher mit 1511 Punkten. Die Glarner mit den Schützen Robert Eberle, Jürg Frei und Ruedi Feldmann kamen nie so richtig auf Touren und landeten schlussendlich mit 1405 Punkten auf dem undankbaren 4. Schlussrang.

Sportpistole 25 m C-Programm

Beim 25-m-Sportpistolenprogramm mit 30 Schuss Präzision und mit 30 Schuss Schnellfeuer, die Scheibe pro abzugebenden Schuss ist dabei nur drei Sekunden sichtbar, siegten die Zürcher mit total 1698 Punkten vor den St.Gallern mit 1686 Punkten. Die Thurgauer auf dem 3. Rang erzielten 1684 Punkte. Auch hier landeten die Glarner auf dem 4. Rang mit 1660 Punkten. Im Einzelklassement erzielte die Olympia-erprobte Nationalmannschaftsschützin Heidi Diethelm-Gerber, ein sehr gutes Ergebnis mit 584 Punkten. Der junge St.Galler Frederik Zurschmiede erzielte 579 Punkte und Rudi Rener aus Zürich folgte auf dem 3. Rang mit 572 Punkten. Die Glarner hielten sich mit bescheidenen Resultaten im Mittelfeld. Im 8. Rang Robert Eberle mit 559, Willi Elmer mit 552 im 12. Rang und Stefan Büsser mit 549 Punkten im 16. Rang. Die komplette Rangliste ist im Internet abrufbar auf:

www.tksf2018.ch/images/Ranglisten/TKSF2018_Staendematch.pdf