Glarus Nord: Entwicklungsplanung Ressource Boden abgeschlossen

In der Gemeinde Glarus Nord wurde die dritte Etappe des Projekts «Entwicklungsplanung Ressource Boden» abgeschlossen. Ziel ist es, die Folgen von Bauprojekten und anderen raumwirksamen Vorhaben auf die Landwirtschaft teilweise auszugleichen und die wichtigen landwirtschaftlichen Flächen langfristig zu erhalten.



Zum Schutz landwirtschaftlicher Flächen: Dritte Etappe des Projekts «Entwicklungsplanung Ressource Boden» in Glarus Nord wurde abgeschlossen • Foto: zvg
Zum Schutz landwirtschaftlicher Flächen: Dritte Etappe des Projekts «Entwicklungsplanung Ressource Boden» in Glarus Nord wurde abgeschlossen • Foto: zvg

Böden zählen zu den limitierten, nicht erneuerbaren und natürlichen Ressourcen, die als zentrale Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen dienen. Gleichzeitig stehen sie unter enormem Druck durch Verdichtung, Versiegelung und Schadstoffeinträgen, was ihre Fruchtbarkeit und Funktion als Lebensgrundlage stark bedroht. Im Gebiet der Gemeinde Glarus Nord stehen verschiedene Projekte an, die landwirtschaftliche Nutzfläche beanspruchen. Deshalb haben die Hauptabteilung Umwelt, Wald und Energie sowie die Abteilung Landwirtschaft des Kantons Glarus bereits 2017 das Projekt «Entwicklungsplanung Ressource Boden» gestartet.

Nach einer Analyse der aktuellen Situation in den Gebieten der Meliorationsgenossenschaft Riet, der Flurgenossenschaften Niederurnen-Bilten Gebiet A und Bilten Gebiet B wurde zwischen dem Kanton Glarus, dem Glarner Bauernverband, der Gemeinde Glarus Nord und den Genossenschaften eine Zusammenarbeit angestrebt, um Handlungsfelder und Massnahmen für eine Entwicklungsplanung Ressource Boden zu erarbeiten. Das Vorgehen wurde in Etappen gegliedert. Die Ergebnisse der bereits durchgeführten zweiten Etappe wurden in einem Abschlussbericht (April 2019) festgehalten.

Der Schlussbericht als wertvolle Basis für die weitere Entwicklung

Die drei Genossenschaften haben sich für eine Weiterführung des Projekts entschieden. In der dritten Etappe wurden nun relevante Daten vertieft aufbereitet und die Grundlage für sechs Massnahmenpakete erarbeitet.

Die wichtigen Ergebnisse aus der Datenaufarbeitung und der Erarbeitung der Grundlagen für die sechs Massnahmenpakete können wie folgt zusammengefast werden:

  • Die kantonale Bodenkarte wurde für den Talraum von Glarus Nord ergänzt.
  • Zwei Pilotprojekte zur Verwertung von Boden- und Aushubmaterial für die Bodenverbesserung wurden ausgearbeitet, eines davon grösstenteils umgesetzt.
  • Sämtliche Drainagedaten wurden digitalisiert und in einem webbasierten Kataster erfasst.
  • Die Statuten der drei Genossenschaften sollen revidiert werden, um die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Der Schlussbericht zur dritten Etappe fasst die Erkenntnisse zusammen und wird eine wertvolle Basis für die weitere Entwicklung der landwirtschaftlichen Flächen in Glarus Nord bieten.