Glarus und Uri lüften Bankgeheimnisse um die Wette

Der Nationalfeiertag steht vor der Tür und mit ihm so einiges auf der Agenda. Im ganzen Land finden zahlreiche Anlässe statt. Die Gemeinde Glarus zum Beispiel feiert mit dem Urner Kantonshauptort Altdorf. Zudem lancieren Glarus und Uri kantonale Challenges auf einer digitalen Schweizer Bänkli-Landkarte.




Im Kulturerbejahr 2018 fordert der Verein Bankkultur Schweizer Kantone heraus, je 1000 Bänkli auf einer digitalen Landkarte zu dokumentieren. Der Verein setzt sich seit zwei Jahren für die Bänkli-Kultur in der Schweiz ein. «Bänkli sind ein Schlüssel zur Schweizer Seele. Oft sind sie Teil von besonderen und emotionalen Momenten», beschreibt Präsidentin Renate Albrecher ihre Leidenschaft. Bislang würden Bänkli nur per Zufall gefunden, weil sie nicht auf Landkarten eingezeichnet seien. Diese Schweizer Bankgeheimnisse lassen sich nun online auf einer digitalen Landkarte lüften. Jede und jeder kann Fotos von Bänkli hochladen und diese mit Informationen wie Erreichbarkeit, Standort, Aussicht oder Infrastruktur anreichern. Nebst einer schweizweiten Bänkli-Challenge gibt es auch kantonale Challenges. Zu den bisherigen Kantonen Bern und Wallis gesellen sich nun die Kantone Uri und Glarus.

www.bankgeheimnisse.ch und www.kulturerbe2018.ch

Glarner und Urner Bänkli-Challenges 2018

Preise für die fleissigsten Bankgeheimnis-Lüfter bis am 31.12.2018 Kanton Glarus: «Kärpf-Trek» in Elm für 2 Personen, Gourmetwanderung «Berg & Sicht» in Braunwald für 4 Personen, 2 «Glarner Quickies» nach Wahl für 2 Personen, allgemeine Führung Landesplattenberg, öffentliche Stadtführung Glarus, Eintritt Anna-Göldi-Museum

Traditionelle Verbindungen, alte Streitereien und digitaler Battle

Glarus und Uri sind mit dem Klausenpass miteinander verbunden. Nach der Wintersperre übergibt Glarus den Urnerboden jeweils seinem Nachbarkanton. Der Drehort der erfolgreichen SRF-Krimiserie «Wilder» zählt zu Uri, ist allerdings im Winter nur über den Kanton Glarus erreichbar. Der Urnerboden ist auch Schauplatz einer Sage: Einst stritten die Urner und die Glarner um ihre Kantonsgrenze. Um den Streit zu beseitigen, wurde von jeder Seite her ein Fussgänger ausgesandt, als der Hahn krähte. Wo sich die beiden trafen, wurde die Grenze gezogen. Weil der Glarner Hahn verschlief, kamen die Urner weiter. «Dass Glarus und Uri inzwischen freundschaftliche Beziehungen pflegen, zeigt der Gastauftritt der Gemeinde Glarus am 1. August 2018 in Altdorf», freut sich der Gemeindepräsident Christian Marti. Das Kantonsmarketing und der Glarner Tourismus nehmen diesen Faden auf: «Wenn schon kein Hahn mehr nach dem alten Streit kräht, liegt durchaus ein digitaler Bänkli-Battle zwischen Uri und Glarus drin. Vielleicht fordern wir sogar noch weitere Nachbarkantone heraus», erklärt Produktmanagerin Gisela Thomann. Weitere Beweggründe seien das laufende Kulturerbejahr und der Nationalfeiertag: «Auch die lebendigen Schweizer Traditionen verbinden Uri und Glarus. Mit ‘Wilhelm Tell’ und ‘Anna Göldi’ gehören zwei nationale Symbolfiguren aus den beiden Kantonen dazu.»

www.glarnerland.ch und www.uri.info

Gefüllte Glarner Agenda am 1. August

Im ganzen Glarnerland finden zahlreiche 1.-August-Anlässe von offiziellen Feiern bis zum Bauernhof- oder Älpler-Brunch statt. Auch die Mitglieder des Glarner Regierungsrats sind am Nationalfeiertag unterwegs. Benjamin Mühlemann spricht an der Feier im Landesplattenberg Engi, Glarus Süd. Marianne Lienhard tritt gleichenorts mit der Harmoniemusik Elm auf. Kaspar Becker begleitet die Gemeinde Glarus nach Altdorf und Landammann Andrea Bettiga spricht abends an der Feier in Ennenda. In Glarus Nord ist der Eintritt ins Museum des Landes Glarus im Freulerpalast Näfels kostenlos. Informationen zu Veranstaltungen rund um Nationalfeiertag in und um das Glarnerland haben zahlreiche Anbieter in der Glarner Agenda veröffentlicht.

www.glarneragenda.ch