Glarus unterliegt Thalwil knapp

Am vergangenen Wochenende standen die Glarner Handballer an der Goldküste auf dem Parkett. Zu Gast beim TV Thalwil verhinderte der HC Glarus Schlimmeres, vergab jedoch die Möglichkeit zu einem besseren Schlussresultat und liess beim Endstand von 25:22 erreichbare Punkte in der Sonnenberghalle liegen.



Beim Direktvergleich standen die Glarner den vor ihnen liegenden, punktgleichen Thalwiler gegenüber. Diese Tatsache gab beiden Teams genügend Antrieb, um kampfwillig in die Partie zu gehen. Auf beiden Seiten war kein Antasten oder Abwarten spürbar. Das Spiel war von Beginn an temporeich, dynamisch und geprägt von hartem Einsatz. Die Interventionen des Unparteiischen waren dabei fast etwas zu zögerlich und es lag an der fairen, aber dennoch harten Spielweise beider Mannschaften, dass die Auseinandersetzung bis zum Schluss auf respektvollem Niveau verlief.

Beim Anpfiff standen die Glarner in der Verteidigung und konnten den ersten Angriff der Zürcher vereiteln. Mit einem Torerfolg seitens der Gäste lag Glarus dann in Führung, und diese sollte bis zum Pausenpfiff anhalten. Zum positiven Verlauf trug die über eine weite Strecke kompakte Verteidigungsarbeit sowie die eine oder andere Parade von Keeper Lienhard bei. Ihm gegenüber stand jedoch ein ebenso sicherer Rückhalt im Kasten des Gastgebers. Eine bessere Chancenauswertung bei den Glarnern hätte vielleicht zu einem richtungsweisenderen Zwischenresultat nach 30 Minuten geführt. So war aber kaum abzuschätzen, wer am Ende das Feld als Sieger verlassen konnte, sofern es nicht gar mit einem Unentschieden enden sollte.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann überhaupt nicht wunschgemäss für die Glarner. Als sie nach einigen Minuten den dritten Gegentreffer ohne eigenen Torerfolg hinnehmen mussten, lief es plötzlich auf mehreren Ebenen schief. Das teilweise doppelte Auswechseln von Angriffs- und Verteidigungsspielern und unnötige Ballverluste führten vermehrt zu Tempogegenstössen, welche Thalwil ausnahmslos verwerten konnte. Auch das in dieser Phase reduziert agierende Defensivverhalten und die schlechte Chancenauswertung der Glarner liess sie immer weiter in Rückstand geraten. Dass dabei Unruhe in die Mannschaft der Gäste einkehrte, war nur zu gut verständlich. Neun Tore betrug der Rückstand zur Hälfte im zweiten Spielabschnitt. Das von Spielertrainer Sana veranlasste Team Time-out zeigte dann aber seine Wirkung. Als wären die Glarner mit einer frischen Mannschaft zurück auf dem Feld, spielten sie nun wieder mit Konzentration auf das eigene Können um kämpften beherzt um den Anschluss. Die Aufholjagd hatte begonnen. Nun stimmte auch die Abstimmung in der Verteidigung von Glarus wieder und Lienhard zwischen den Pfosten konnte sich mit einigen Paraden auszeichnen. Der Rückstand verringerte sich somit kontinuierlich und gegen Spielende schien es plötzlich nochmals spannend zu werden. Zumindest ein Punkt schien für die Gäste wieder in Reichweite zu liegen. Es folgten die Schlussminuten der Partie, in welchen sich der zürcherische Torhüter profilierte. Während die Glarner Nerven zeigten und das Leder aus aussichtsreichen Positionen nicht am Goali vorbeibrachten, liessen die Gastgeber die Zeit routiniert verstreichen. Mit gesuchten Freistössen und passivem Angriffsspiel gewannen sie wertvolle Sekunden. Die Aufholjagd von Glarus wurde somit nicht belohnt und Thalwil konnte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff über die Runden bringen. Beim Endstand von 25:22 für die Seebuben beendete die Sirene die Auseinandersetzung. Über die ganze Spieldistanz gesehen waren die Platzherren nicht besser, aber schlussendlich die glücklichen Gewinner. Den Glarnern fehlte dazu eine konstante Leistung, aber auch eine schnellere Reaktion während der Spielphase, die es zu vergessen gilt.

Am 17. Februar werden die Glarner zu Hause in der Kantihalle den TV Muri empfangen. Als Tabellendritte sind die Aargauer zwar besser klassiert als die Glarner, doch die unterschiedlichen Resultate geben Anlass, Punkte von Glarus bei einem einheitlichen Auftreten erwarten zu können.