GLKB ist eine der stabilsten Kantonalbanken

An der wiederum perfekt organisierten 5. GV der Glarner Kantonalbank am Freitagabend in der lintharena sgu in Näfels wurden alle Traktanden im Sinne des Verwaltungsrates verabschiedet. Sonja Stirnimann wurde neu in den Verwaltungsrat gewählt. Für Auflockerung sorgten der Jodelklub Glärnisch sowie Komiker Ueli Horn.




Insgesamt habe sich die GLKB-Aktie auch im letzten Jahr gut gehalten, erklärte VR-Präsident Martin Leutenegger zu Beginn der Generalversammlung der GLKB, an der 78,93 Prozent der Aktienstimmen vertreten waren. Seit dem Börsengang der GLKB im Jahre 2014 wurde somit eine sehr gute Gesamtrendite von 61,1 Prozent erzielt.

Eine neue Strategieperiode

«Im Jahre 2018 ist die Glarner Kantonalbank in die neue Strategieperiode 2018–2022 gestartet», fuhr Leutenegger fort. Die neue Strategie verfolge den eingeschlagenen Pfad. «Digital und persönlich» heisse denn auch der Slogan, der die erfolgreiche Dualstrategie prägnant auf den Punkt bringe. Die marktführende Position im Kanton Glarus möchte die GLKB weiterhin pflegen und ausbauen. Neben der persönlichen Kompetenz strebe die Bank an mit eigenentwickelten Onlineprodukten und deren Lizenzierung sowie der Etablierung der GLKB-Kreditfabrik die Erträge nachhaltig auszuweiten.

Leutenegger erwähnte auch kurz die Verantwortlichkeitsklage der GLKB gegen ehemalige Bankräte, gegen ehemalige Geschäftsleitungsmitglieder sowie gegen die ehemalige externe Revisionsstelle der Bank. Nach einer Rückweisung durch das Obergericht ist die Streitsache wieder beim Kantonsgericht gelandet und wird dort weitergeführt.

Erfolgreiche Kreditfabrik

CEO Hanspeter Rhyner bezeichnete das vergangene Jahr als hervorragend und nannte einige markante Zahlen. Erfreut stellte er fest, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s der Bank erneut ein AA-Rating ausgestellt hat. Unter den verschiedenen Highlights erwähnte Rhyner die neu geschaffene Kreditfabrik. Mit ihr übernimmt die Bank die Verarbeitung und Verwaltung von Hypotheken für Dritte. In diesem neuen Markt habe man im Berichtsjahr so richtig Fuss fassen können und man sei mit dem Resultat zufrieden.

«Die Glarner Kantonalbank ist erfolgreich unterwegs und sie ist eine der wichtigsten Arbeitgeberinnen im Kanton Glarus», fuhr Rhyner fort. Im Berichtsjahr wurden 14 neue Vollzeitstellen geschaffen. Der CEO erwähnte sodann die soziale Verantwortung der Bank mit der Unterstützung zahlreicher Projekte in den Bereichen Sport, Kultur und Gesellschaft sowie die «Stiftung für ein starkes Glarnerland» mit der verschiedene Projekte im Kanton gefördert werden.

Alle Geschäfte gutgeheissen

Die geschäftlichen Traktanden gaben wie üblich zu keinen Diskussionen Anlass. Einzig bei der Genehmigung des Gesamtbetrags der Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrates 2018 stellte SP-Landrat Jacques Marti einen Antrag auf Nichtgenehmigung. Er kritisierte das Ungleichgewicht bei den Gehältern zwischen strategischer und operativer Führung und somit die eher schlechten Löhne für normale Mitarbeitende. Leutenegger erwiderte, die Bank zahle sehr gute und marktkonforme Löhne, worauf das Geschäft fast 98 Prozent Zustimmung erhielt. Stillschweigend einverstanden war die Versammlung mit dem Bilanzgewinn 2018 sowie mit der um 10 Rappen erhöhten Dividende von einem Franken pro Aktie. Genehmigt wurde zudem die Zuweisung von 500 000 Franken an das Sondervermögen der «Stiftung für ein starkes Glarnerland».

Erste Frau im Verwaltungsrat

Der verbleibende Verwaltungsrat mit VR-Präsident Martin Leutenegger und den Mitgliedern Dr. Rolf Widmer, Jürg Zimmermann, Rudolf Stäger, Dr. Urs P. Gnos und Prof. Dr. Markus Heusler wurde einhellig bestätigt. Der Vizepräsident des Verwaltungsrates, Peter Rufibach, trat nach 12 Jahren zurück. An seiner Stelle wurde die Ökonomin und Wirtschaftsprüferin Sonja Stirnimann gewählt. Sie bedankte sich auf sympathische Art für die ehrenvolle Wahl.

Die von fast 950 Aktionärinnen und Aktionären besuchte GV der GLKB ist stets auch ein gesellschaftlicher Anlass erster Güte, wo man sich trifft und wieder begegnet. Für Auflockerung und Unterhaltung sorgten dieses Jahr der Jodelklub Glärnisch sowie Ueli Horn als Komiker. Letzterer strapazierte als Dr. René Sonderegger und als Delegierter von Bundesrat Ueli Maurer mit träfen Seitenhieben auf Bundesbern die Lachmuskeln der grossen Gesellschaft. Zum Wohlfühlanlass tragen auch immer das feine Essen und der tadellose Service bei, einmal mehr organisiert durch das Cateringteam von Fabian Noser.