Gospelgala in der Kanti Glarus

Zum 15-jährigen Bestehen der Glarner Inspirational Singers wurde ein Gospel-Workshop unter der Leitung von Hedreich Nichols und Candace West Lacy organisiert. Nach nur einem Tag Proben gaben sie am Samstag zusammen mit den Glarner Inspirational Singers ein bewegendes Konzert.



Gospelgala in der Kanti Glarus

«Wir haben wirklich geschafft und geschuftet heute», so die Begrüssungsworte von Hedreich Nichols, die den GLIS-Chor 1998 ins Leben gerufen hatte, mittlerweile aber wieder in den USA lebt. Für diesen Workshop war sie zusammen mit Gospelgrösse Candace W. Lacy eigens angereist. Gut 40 Teilnehmer hatten diese einmalige Möglichkeit genutzt und den ganzen Samstag Lieder unter deren Leitung einstudiert. Eine grosse Herausforderung, denn es mussten nicht nur die Stimmen, sondern auch die Texte gelernt werden. Und dies alles «ohne Noten nach alter amerikanischer Tradition», wie Nichols dem Publikum erklärt. Dann singen sie Lieder wie «Mighty Good God» oder «All I need is in Jesus».

Gospel ist eine Botschaft


Im zweiten Teil des Konzertes kommen die Glarner Inspirational Singers in ihren traditionellen Gewändern auf die Bühne. Dieses Mal unter der Leitung von Monika Burges, die seit Nichols den Chor mit viel Leidenschaft leitet und die Stücke selbst arrangiert. Sie singen Klassiker wie «I will follow him», aber auch besinnliche und groovige Lieder, unterstützt und begleitet von einer virtuosen Band. Gospel sei keine musikalische Stilrichtung, sondern vielmehr eine Botschaft, erklärt Burges, und die könne man mit verschiedenen Stilen transportieren, so auch mit sogenanntem «Country-Gospel».

Es sei ein anstrengender Tag gewesen, meint eine Sängerin nach dem Konzert. «Aber mit ihrer unbeschreiblichen Energie und Lebensfreude haben Hedreich und Candace uns so angesteckt, dass wir bis zum Schluss durchgehalten haben.» Und diese Lebensfreude spürt dann auch das Publikum und lässt sich anstecken. Und ebenfalls die Botschaft kommt an, mit der sich Candace, sichtlich gerührt, von ihrem Publikum und den Musikern verabschiedet. Es gäbe viele Dinge, die überall auf der Welt gleich und universell seien, wie ein Kuss oder eine Umarmung, wie der Heilige Geist und die Liebe Gottes. Eine Botschaft, die innehalten lässt und so ganz und gar weihnachtlich ist.