Gottesdienst in den Ennetbergen

Die Durchführung des ökumenischen Gottesdienstes beim Skihaus Schilt, inmitten einer herrlichen, erhabenen Bergwelt, ist über Jahre hinweg zu einer schönen und gehaltvollen Tradition gewachsen.



Das Heimatchörli Ennenda und das Alphorntrio Mürtschen wirkten musikalisch mit. (Bilder: p.meier) Pfarrer Peter Hofmann sprach namens der reformierten Kirchgemeinde Ennenda. Diakon Markus Niggli vertrat die Katholiken.
Das Heimatchörli Ennenda und das Alphorntrio Mürtschen wirkten musikalisch mit. (Bilder: p.meier) Pfarrer Peter Hofmann sprach namens der reformierten Kirchgemeinde Ennenda. Diakon Markus Niggli vertrat die Katholiken.

Diesmal brauchte es eine gehörige Portion Optimismus, um am Vortag von jeder Verlegung ins Tal runter Abstand zu nehmen. Eingeladen hatten die katholische Kirchgemeinde Glarus-Riedern Ennenda und die reformierte Kirchgemeinde Ennenda, das sein 50-jähriges Bestehen feiernde Heimatchörli Ennenda und eine gastfreundliche Crew im Skihaus. Weniger Berggewohnte wurden ab Parkplatz beim Gesellschaftshaus Ennenda kostenlos in die Ennetberge transportiert und am Nachmittag wieder zurückgebracht – eine sympathische, sehr erwähnenswerte Geste verschiedener Vereine. Vor Gottesdienstbeginn hatte man für einige Gespräche und einen begeisternden Blick in die imposante Bergwelt, den Klöntalersee und verschiedene Alpen genügend Zeit.

Es machte sich ein innerer Friede breit. Man folgte gerne den weit tragenden Klängen des Alphorntrios Mürtschen, bestehend aus Res Menzi, Brigitta und Fridolin Baumgartner. Die Alphornbläser schienen die Weite und Ruhe der Natur in ihr Gestalten aufzunehmen. Das Heimatchörli Ennenda unter der langjährigen Leitung von Willi Bowald fand sich ebenfalls bereit, den von Diakon Markus Niggli und Pfarrer Peter Hofmann ausgestalteten Gottesdienst mitzutragen. Es wuchs eine Einheit, die zum Verweilen und Besinnen nachhaltig einlud. Peter Hofmann forderte auf, in dieser herrlichen Umgebung die Welt einfach mal unter sich zu lassen, sich dem geniesserischen Rückbesinnen und Träumen hinzugeben, sich aber auch Neuem zu öffnen. Markus Niggli mahnte unter anderem gar launig vor der drohenden medial bedingten Vereinsamung, dem ungesunden Rückzug in eine technisch dominierte, manipulierbare Welt. Mit seinem Liedgut griff das Heimatchörli einige dieser Gedanken auf, setzte damit Urklänge, die Werte des Ursprünglichen gar harmonisch um. Es wurde die Frage in den Raum gestellt, welche Kommunikationsform wir zu Gott überhaupt pflegen, wie empfänglich wir sind. Die Dimension des notwendigen, sinnbringenden Kommunizierens wurde durch passende Geschichten und den Sinn machenden Fürbitten greifbarer. Musik und willkommene Verpflegung führten dazu, dass bei herrlichen äusseren Bedingungen recht lange verweilt wurde.