Grenzbegehung in den Wanderschuhen

Am Samstag wurde im Areal Caspar Jenny in Ziegelbrücke die neue Rundwanderroute «Via Glaralpina» eingeweiht. Auf 220 Kilometern und in 19 Etappen geht es dabei einmal rund um den Kanton.




«Wandern ist des Schweizers liebster Sport», erklärte Fritz Marti, Präsident Glarner Wanderwege, an der Eröffnungsfeier der Via Glaralpina am letzten Samstag in der Villa auf dem Areal Caspar Jenny in Ziegelbrücke. Dabei stützt er sich auf eine Erhebung der Astra, welche alle paar Jahre durchgeführt wird. «Dabei hat das Wandern das Fahrradfahren überholt.» Dazu käme, dass immer mehr junge Erwachsene und Familien das Wandern neu entdecken. «Und der Trend geht häufiger auch auf mehrtägige Wanderungen.» Alles sehr gute Vorzeichen für den Start der neuen Rundwanderung rund um den Kanton Glarus. Die Via Glaralpina bietet dabei 19 Etappen, die eine gesamte Distanz von 220 Kilometern und total 19 000 Höhenmeter abdecken. «Mit der heutigen Zeremonie wird ein vierjähriger Traum erfüllt», führt dazu Markus Marti, Mitglied der Projektgruppe, weiter aus. Eine kleine Gruppe ersann damals die ursprüngliche Idee, welche langsam Formen annahm und mit der Organisation Wanderwege Glarnerland schnell einen kompetenten Träger erhielt. «Für die nötigen Abklärungen und Bewilligungen war dies ungemein wichtig.» Und auch bei der Suche nach Sponsoren, Gönner und Sympathisanten war diese Partnerschaft und die Unterstützung der SAC Sektion Tödi nicht unerheblich. «Die schnelle finanzielle Unterstützung hat uns dann aber doch ein bisschen überrascht; natürlich in positiver Hinsicht.» So waren schnell die rund 300 000 Franken zusammen, die vor allem im letzten Sommer und in diesem Frühjahr vor allem für die neue Signalisationen und Sicherungen entlang der zum Teil neuen Wanderwege eingesetzt wurden. «Die einzelnen Etappen bieten dabei einen interessanten Mix aus einsteigerfreundlichen Bergwanderungen bis alpine Wanderungen für erfahrene Sportler», ergänzte Marti am Ende seiner Ausführungen. «Hier werden viele schöne Orte in den Glarner Bergen einer grösseren Interessensgruppe zugänglich gemacht», ist sich Regierungsrätin Marianne Lienhard sicher. Zudem sei dieses Projekt ein perfektes Beispiel, was passieren kann, wenn man eben nicht nur darüber redet, sondern miteinander ein grosses Ziel anpackt. Auch sie nehme sich vor, einige Etappen mal selber auszuprobieren, um so persönlich einen Teil der Grenzbegehung in Wanderschuhen zu erleben.