Grosse Feier zum grossen Geburtstag

Am letzten Mittwoch konnte die ACS Sektion Glarus ihr grosses Jubiläum feiern, denn fast auf den Tag genau vor hundert Jahren wurde die Sektion gegründet. Klar, dass dieser Geburtstag mit Gästen und einem Rahmenprogramm gebührend gefeiert wurde.



Die Mobilität im Allgemeinen und die Bedeutung des Automobils hat sich seit der Gründung der ACS Sektion Glarus im Jahr 1915 gewaltig verändert. Während zu den Gründungszeiten weniger als 30 Fahrzeuge im Glarnerland registriert waren und das Pferdegespann eine logische Alternative darstellte, sind heute rund 22 000 Autos im Kanton zugelassen, wie Landesstatthalter Andrea Bettiga an der Jubiläumsfeier der ACS Sektion Glarus ausführte. «Ohne Auto läuft nichts!», betonte er zusätzlich. Trotzdem sei die öffentliche Einstellung zum Individualverkehr sehr zwiespältig. Auf der einen Seite zeigen die Besucherzahlen des Genfer Automobilsalons die ungebremste Begeisterung für das Automobil. Auf der anderen Seite greifen Verordnungen und Abgaben auf allen politischen Ebenen stark in den Individualverkehr ein. So sei der Einsatz des ACS für die Interessen der Fahrzeuglenker so aktuell wie eh und je. Dies auch die Aussage von Mathias Ammann, Zentralpräsident ACS Schweiz. Neben seinen Glückwünschen blickte er in seiner Ansprache auf die kommenden politischen Themen auf nationaler Ebene. So arbeiten der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds sowie die «Milchkuh-Initative» darauf hin, dass die Abgaben der Fahrzeuglenker dernach vollumfänglich der Strasseninfrastruktur zugute kommt. Und nicht wie bis anhin zu einemArtikel grossen Teil in den ÖV und vor allem in die allgemeine Bundesrechnung fliessen. Auf regionaler Ebene werde sich der ACS bei der Verkehrsberuhigung in der Gemeinde Glarus einsetzen. «Die Massnahmen, praktisch flächendeckend in den Dörfern Netstal, Glarus, Riedern und Ennenda 30er-Zonen einzuführen, erachten wir als nicht zielführend», meinte dazu Willi Leuzinger, Präsident der ACS Sektion Glarus. Ein wichtiges Thema des ACS sei natürlich auch die Verkehrssicherheit, was der Verkehrsgarten für die Primarschüler seit Jahrzehnten zeigt.

Ein weiteres wichtiges Anliegen des Automobilisten Club der Schweiz war auch immer der Motorsport. So waren die Sektionen Glarus und Zürich bei den legendären Klausenrennen zu Beginn des letzten Jahrhunderts an vorderster Front dabei. Ende der Sechzigerjahre engagierte sich der ACS zudem an den Kerenzerbergrennen. Diese stehen unmittelbar vor der Wiederauferstehung, wie Koni Strittmatter in seinem kurzen Referat ausführte. Denn bereits vom 29. bis 1. Mai dieses Jahres sei das 1. Kerenzerberg-Revival geplant. In Gleichmässigkeits- sowie Rennläufen werden einzigartige Sportfahrzeuge für eine grosse Prise Motorsport im Kanton Glarus sorgen. Aktuell hat der Motorsport im Jahresprogramm der ACS Sektion Glarus mit Fahrzeugtrainings auf europäischen Rennstrecken und vor allem mit dem vor einigen Jahren ins Leben gerufenen Glarner Gokart-Cup einen festen Platz. «Gerade dem Cup wollen wir im Jubiläumsjahr noch einen weiteren Schub verleihen.» Der runde Geburtstag wurde anschliessend mit einem Festessen, einem musikalischen Rahmenprogramm und natürlich mit einer Geburtstagstorte gebührend gefeiert. Zudem blickt eine interessante Jubiläumsschrift auf die lange und wechselhafte Geschichte der ACS Sektion Glarus zurück.