Grosse Lawinenschäden auf dem Weg zur Auerenalp

Der Winter 2018/2019 war wie schon im Jahr zuvor geprägt von viel Schnee oberhalb von 1500 Meter. Vor allem liegen die meisten der Alpen im Glarnerland, die im nächsten Monat mit Vieh hätten bestossen werden sollen, immer noch unter einer tiefen Schneedecke, obwohl in weniger als einem Monat der kalendarische Sommer beginnt.




Mit Beginn der Schneeschmelze werden nun auch die Schäden, die der vergangene Winter durch zahlreiche Lawinenniedergänge angerichtet hat, von blossem Auge gut sichtbar. Ein Blick in Richtung Auerenalp oberhalb von Netstal zeigt, dass genau an der Stelle, wo der Weg nach Aueren den Lawinenkegel kreuzt, eine gewaltige Staub- und Grundlawine Mitte Januar den Schutzwald auf einer Breite von rund 150 Meter niedergemäht hat. Die Druckwelle der Lawine richtete auch im Gegenhang in den Waldpartien in Richtung «Louis Philipp» – das ist ein markanter Felskopf bei der «Büttenenwand» – beträchtlichen Schaden an. Diese Lawine hatte sich zuoberst am Wiggis gelöst, ist über die «Spitzplanggen» weiter über die «Ochsenplanggen» ins «Studenfad» niedergegangen. Auf ihrem Weg ins Tal hat sie ein Bild der Zerstörung hinterlassen. «Es sieht dort wirklich schlimm aus», meinte Köbi Schnyder Senior, vormals langjähriger Pächter der Auerenalp. «Riesige Bäume wurden wie Zündhölzer geknickt und versperren zurzeit den Zugang zur Auerenalp. Hier muss zuerst das viele Holz weggeräumt werden». Älpler Schnyder befürchtet, dass deswegen der vorgesehene Alpaufzug etwas später als vorgesehen für ihn und seine Familie über die Bühne geht. Zudem wurde zu allem Unheil auch noch die Milch-Transportleitung, welche von der Auerenalp ins Tal führt, durch die Lawine zerstört. Ein Augenschein von Älpler Schnyder bestätigte die schlimmsten Befürchtungen. Zum Glück hat die Gemeinde Glarus mit ihren zuständigen Fachleuten die Sanierungsarbeiten am Alpweg bereits aufgenommen, was an dieser Stelle auch einmal löblich erwähnt werden soll. Der Älplerfamilie Schnyder aus Netstal wünschen wir einen sonnigen und unfallfreien Alpsommer 2019.