Guter Stand der Glarner Schafhaltung

Es gibt immer wieder noch Präsidenten, die mit Stolz und mit Freude ihres Amtes walten. Zu ihnen gehört auch Jakob Schumacher, Braunwald, von der Glarner Schafzuchtgenossenschaft, die am vorvergangenen Samstag im Hotel Diesbach ihre 57. Hauptversammlung bei sehr guter Beteiligung durchführte



Züchtergespräch zwischen Präsident Jakob Schumacher (rechts)
Züchtergespräch zwischen Präsident Jakob Schumacher (rechts)

Schumacher unterstrich im Jahresbericht den für die Tiere wettermässig idealen Alpsommer 2008: „Die meisten Alp-Schafe kamen sehr gut genährt und im Sonntagskleid nach Hause, und es war eine Freude, die gesunden und hübschen Herden zu bewundern.“

Aus dem Jahresbericht ging aber auch hervor, dass die Schafhalter unverdrossen um angemessene Preise kämpfen müssten, auch bei den Schlachtschafen, die an acht Annahmetagen in Betschwanden und Bilten aufgeführt wurden. Dabei wurden 1834 Tiere vermarktet.

Der Hohe Stand der Glarner Schafzucht



Der Stand der Glarner Schafzucht ist sehr gut. Das zeigte sich an der wiederum auf dem frühern Eisfeld in Glarus durchgeführten Kleinviehschau sowie an den interkantonalen Ausstellungen. Erneut gewannen die Glarner mit den Braunköpfigen Fleischschafen (BFS) den Genossenschaftscup an der Interkantonalen Widder- und Schafausstellung in Sargans - und sie werden ihn dieses Jahr zu verteidigen wissen. Ein Erfolg war auch die in Haslen erstmals durchgeführte Frühlings-Zwischenschau. Es wurde eine sehr gute Nachzucht an Lämmern und Widdern präsentiert.

Den Glarner Züchtern steht mit der Durchführung der Delegiertenversammlung des schweizerischen BFS-Verbandes am 28. November in der Mehrzweckhalle Rüti ein grosser Tag bevor. OK-Präsident ist Alfred Bernet, Haslen, der auch als Schaupräsident an der Kleinviehschau amtet, die am 3. Oktober stattfindet.

Cornelia Jüni und Mathias Rhyner lassen sich zu schweizerischen Schauexperten ausbilden, ihre Vorbereitung, zusammen mit bisherigen Experten, ist voll im Gange.

Die Schafzuchtgenossenschaft zählt 28 Mitglieder, davon, mit der Aufnahme einer weiteren Jungzüchterin, drei Jungzüchterinnen und Jungzüchter. Man hofft, dass dieses Dreigestirn bald miteinander in Konkurrenz treten wird.

Zuchtbuchführer Jakob Albrecht, Elm, führt 343 Weisse Alpenschafe (WAS) in seinen Büchern, ferner 182 BFS, 15 Dorper und neu 1 OIF (Ile de France, eine Fleischrasse). Die Zahlen für die Widder: 26 WAS, 4 BFS und 1 Dorper. Albrecht forderte die Züchterschaft erneut auf, die allerhand verschiedenen Formulare genau und pünktlich auszufüllen. Aus diesen Angaben werden dann die Auswertungen und Leistungsprüfungen vorgenommen.



Kampf gegen die Moderhinke

Der Antrag des Vorstandes, dass sämtliche Glarner Schafbestände bis Mai 2010 flächendeckend moderhinkefrei saniert werden müssen (Moderhinke ist eine durch Bakterien hervorgerufene Klauenerkrankung) wurde nach Erläuterungen von Kantonstierarzt Dr. Jakob Hösli einstimmig angenommen. Mit diesem Antrag gelangt nun die Genossenschaft unverzüglich an das für den Veterinärdienst zuständige kantonale Departement für Finanzen und Gesundheit. - Nichts zu reden gab die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit, welche für die meisten angesteckten Schafe tödlich ausgeht.

Jakob Schumacher kündigte an, dass sich die Glarner Schafzuchtgenossenschaft in einen Verein umwandeln müsse; entsprechende Statutenänderungen werden an der HV 2010 unterbreitet .

Schafwolle isoliert

Hans Laager machte auf die Sammelstelle für Schafwolle im Kettwäldli auf Untersagg in Glarus aufmerksam. Die Sammelstelle ist am kommenden Samstag, 18. April, sowie am 6., 9., 27. und 30. Mai jeweils von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Die nächste Annahmeaktion ist auf Oktober und November terminiert. Die etwa vier Tonnen Glarner Schafwolle pro Jahr wird nach Sennwald gebracht und dort zu Isolationsmaterial verarbeitet.