Gutes Jahr in anspruchsvollem Umfeld

Die Raiffeisenbank Glarnerland erzielte im letzten Jahr einen Jahresgewinn von 1,28 Millionen Franken. In allen Bereichen verzeichnet die Bank einen erfreulichen Zuwachs. Wie erwartet sank der Erfolg im Zinsengeschäft aufgrund des tieferen Zinsniveaus um 3,7 Prozent auf 7,65 Millionen Franken. Im aktuellen Jahr steht zudem der Umbau der neuen Geschäftsstelle in Glarus im Fokus. Als Ersatz für den Besuch im Zirkus Knie organisiert sie ein «Regiofest» im Sommer.



Gutes Jahr in anspruchsvollem Umfeld

Die Raiffeisenbank Glarnerland hat im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden Umfeld einen Jahresgewinn von 1,28 Millionen Franken erzielt.

«Man kann hier sicher von einem sehr guten Ergebnis sprechen», meint Jacqueline Grüninger, Präsidentin des Verwaltungsrats. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte mit 2,82 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Wie erwartet sank der Erfolg im Zinsengeschäft aufgrund des tieferen Zinsniveaus um 3,7 Prozent auf 7,65 Millionen Franken. Getragen wurde dieses Jahresergebnis von einem starken Wachstum im Hypothekargeschäft, bei den Kundeneinlagen sowie im Anlagebereich.

Alle Bereiche legen zu

Patrik Gallati, Vorsitzender der Bankleitung, freut sich über das Ergebnis: «Unsere Bank verzeichnete im vergangenen Jahr in allen Geschäftsbereichen ein erfreuliches Wachstum.» Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 44,3 Millionen (+7,3 Prozent) auf insgesamt 652,1 Millionen Franken. Auch die Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden nahmen um 1,4 Millionen (+4,7 Prozent) zu. Die gesamten Kundenausleihungen haben sich um 45,7 Millionen Franken erhöht. Auf der Passivseite erhöhten sich die Kundeneinlagen um 45,1 Millionen (+6,8 Prozent) auf 707,2 Millionen Franken. Neu weist die Raiffeisenbank Glarnerland eine Bilanzsumme von 835,6 Millionen aus (Vorjahr: 784,3 Millionen Franken). Im Vorsorge- und Anlagegeschäft erhöhte sich das Depotvolumen um 39,7 Millionen (+17,5 Prozent) und betrug 266,8 Millionen Franken.

Leitzins der grosse Faktor

Die Leitzinsentwicklung prägte das Zinsengeschäft. «Wie erwartet ging der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft, unser Hauptertragspfeiler, um 3,7 Prozent auf 7,65 Millionen Franken zurück», berichtet Gallati. «Hingegen entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sehr positiv: Der Erfolg stieg um 17,5 Prozent auf 2,82 Millionen Franken». Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei das Wertschriften- und Anlagegeschäft. Der Handelserfolg legte ebenfalls zu und stieg um 0,04 Millionen (+8,7 Prozent) auf 0,55 Millionen Franken. Insgesamt resultierte ein Geschäftsertrag von 11,33 Millionen Franken (Vorjahr: 11,41 Millionen Franken, -0,7 Prozent). Aufgrund des tieferen Zinsergebnisses und der höheren Kosten liegt der Geschäftserfolg bei 3,32 Millionen Franken (-15,2 Prozent). Insgesamt erwirtschaftete die Raiffeisenbank Glarnerland einen Jahresgewinn in Höhe von 1,28 Millionen Franken (Vorjahr: 1,46 Millionen Franken, -12,2 Prozent). «Der Jahresgewinn fällt zwar tiefer aus als im Vorjahr, bleibt aber auf einem guten Niveau. Zudem behalten wir wiederum einen substanziellen Teil des freien Gewinns zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis der Bank als Reserve zurück», hält Gallati fest.

Positiver Blick in die Zukunft

Trotz des herausfordernden Marktumfelds mit anhaltend tiefen Zinsen und geopolitischen Unsicherheiten blickt die Raiffeisenbank Glarnerland zuversichtlich in die Zukunft. Für das Jahr 2026 wird ein solides Geschäftsergebnis erwartet, mit Potenzial für eine leichte Zunahme im Zinsengeschäft und weiteren Erfolgen im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Die Bank legt ihren Fokus weiterhin auf ein qualitatives Wachstum im Kerngeschäft.
Im Verlauf dieses Jahres startet der Umbau der neu erworbenen Liegenschaft an der Hauptstrasse in Glarus. Bei planmässigem Fortschritt der Bauarbeiten wird die Bank ihre neue Geschäftsstelle im Frühjahr 2027 in Betrieb nehmen können. Mit dem neuen Standort erhöht die Bank ihre Visibilität im Hauptort des Kantons deutlich und schafft für ihre Kundinnen und Kunden attraktive Räumlichkeiten, in denen sämtliche Dienstleistungen der Bank in einem ansprechenden Umfeld erbracht werden können. Der derzeitige Standort an der Stampfgasse wird dann aufgehoben.