Bahnhofsgebäude erhält den alten Glanz

Bei den Autobetrieben Sernftal AG stehen wichtige Aufgaben und Änderungen an. Darüber wurde an der 121. Generalversammlung ausführlich gesprochen. Ab nächstem Jahr übernimmt Patrick Schnellmann nach einer Übergangsphase das Direktorium. Das Bahnhofsgebäude in Engi wird saniert und umgebaut, dazu steht mit dem Kanton eine neue Leistungsvereinbarung an.



(Bilder: edi huber)
(Bilder: edi huber)

Bewegung und Mobilität ist zentrales Thema der Autobetriebe Sernftal AG; nämlich das Transportieren von Person vom Abfahrtsort zum Zielort. Unternehmen müssen aber immer auch selbst in Bewegung bleiben, um erfolgreich sein. Dies sah auch Verwaltungsratspräsident Mathias Zopfi an der Generalversammlung jhuso. «Ein gutes Bild für Entwicklung ist da auch unser Bahnhofsgebäude in Engi.» Ursprünglich 1905 errichtet, wurde das Fachwerkhaus immer wieder erweitert. «Die Infrastruktur ist dabei in die Jahre gekommen und bietet auch nicht mehr zeitgemässe Arbeitsbedingungen.» Deshalb habe man sich für eine grösser angelegte Sanierung entschieden. Der Schritt in die Zukunft sei aber auch bewusst ein Schritt in die Vergangenheit, führte Hansruedi Marti – Marti AG, Matt – bei der Vorstellung des Projekts aus. Man habe sich für die Konzentration auf das ursprüngliche Gebäude entschieden. Deshalb werde der südliche Kopfbau abgebrochen und dafür den Güterschuppen umgenutzt. «Das Gebäude hat ein schönes Gesicht und eine spannende Geschichte; die wollen wir künftig besser zeigen.» Ergänzt wird das Gebäude mit einer neuen, barrierefreien Haltestelle. «Das Projekt ist auch ein klares Bekenntnis für den Standort Engi und das Sernftal», betonte Zopfi weiter. Hier habe das Unternehmen als Nachfolger der Sernftalbahn seinen Ursprung und immer noch ein sehr wichtiges Tätigkeitsfeld. Mit dem neuen kantonalen öV-Gesetz könnte dies mit den neuen Verträgen infrage gestellt werden. «Wir hoffen, dass die entsprechenden Stellen die traditionell gute Zusammenarbeit und die Bedeutung der AS, nicht nur für das Sernftal, berücksichtigen.» Hier sei das Unternehmen auf klare Verhältnisse angewiesen, damit sie zum Beispiel einen weiteren Wandel vollziehen können. «Der Wechsel auf Elektrofahrzeuge ist nicht mehr aufzuhalten, da müssen wir Schritt halten. Auch wenn erste Schritte häufig unsicher sind», meinte Zopfi mit einem Schmunzeln und mit Bezug auf die medial hochgestachelten Probleme auf den Linien Schwändi und Sool. «Die Zeitdauer wie auch die Anzahl der betroffenen Passagiere war aber viel geringer als berichtet.» Auch stellte er die Probleme in Relation mit Problemen mit Dieselbussen oder dem Zug. Die kleinen Softwareprobleme wurden vom Hersteller rasch und effizient behoben. «Am Beginn der langen Reise der Umstellung können kleine Stolpersteine auftreten. Da wir für den Hersteller ein prestigeträchtiges Pilotprojekt sind, werden wir hier sehr gut unterstützt.» 

Dies sei aber ein Thema, das erst im Geschäftsjahr 2026 auftauchen wird, im Vorjahr beschäftigte vor allem das Betriebsergebnis, das mit einem Verlust vom 220 000 Franken abschliesst. Hauptgrund dafür sei der konzessierte Personentransport. «Dieser darf keinen Gewinn abwerfen, sodass wir den Verlust mit den rückgestellten Gewinnen der Vorjahre gut decken können.» Auch von dieser Seite sei ein neuer Vertrag mit dem Kanton von grosser Bedeutung. Auch dies ein Thema, das die Autobetriebe Sernftal AG in Zukunft beschäftigen wird. Dies werden dann Aufgaben für den neuen Direktor Patrick Schnellmann sein, der ab nächstem Jahr diese Funktion vollständig übernehmen wird. «In der aktuellen Übergansphase steht er uns aber schon tatkräftig zur Seite.