Halbjahresabschluss der Glarner Kantonalbank per 30.6.2020

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) präsentiert im aktuell sehr schwierigen Marktumfeld ein zufriedenstellendes Halbjahresergebnis. Der Betriebsertrag erreicht 40,0 Millionen Franken und der Reingewinn beläuft sich auf 13,2 Millionen Franken. Die Hypothekarforderungen nehmen um 73 Millionen Franken zu. Die Bilanzsumme steigt um 7,3 Prozent auf 6,868 Milliarden Franken.



Betriebsertrag sinkt leicht

Der Betriebsertrag sinkt gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 40,0 Millionen Franken. Der Nettoerfolg im Zinsengeschäft steigt um 4,3 Prozent auf 31,6 Millionen Franken. Der Kommissionserfolg erzielt dank höheren Erträgen aus dem Wertschriftengeschäft und der GLKB Kreditfabrik mit 6,6 Millionen Franken ein Plus von 8,8 Prozent. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduziert sich um 0,2 Millionen Franken auf 1,3 Millionen Franken.

Die per Ende März 2020 ausgewiesenen Bewertungsverluste auf den Finanzanlagen in der Höhe von rund 4,7 Millionen Franken haben sich dank der Erholung der Finanzmärkte im zweiten Quartal auf 1,9 Millionen Franken reduziert. In Summe resultiert im ersten Halbjahr ein übriger ordentlicher Erfolg von 0,4 Millionen Franken.

Geschäftsaufwand sinkt leicht

Der Geschäftsaufwand kann im Vorjahresvergleich um 0,2 Millionen Franken oder 0,8 Prozent gesenkt werden. Der Personalaufwand erhöht sich um 4,6 Prozent auf 14,4 Millionen Franken.
Der Sachaufwand sinkt im Gegenzug um 8,6 Prozent auf 8,7 Millionen Franken. Dies vor allem dank einer um 0,9 Millionen Franken tiefer abzugrenzenden Abgeltung für die Staatsgarantie.
Abschreibungen auf dem Anlagevermögen sind im Umfang von 1,7 Millionen Franken vorzunehmen.

Geschäftserfolg und Reingewinn tiefer

Der Ertragsrückgang führt gegenüber dem Vorjahr zu einem um 1,2 Millionen Franken oder 7,4 Prozent tieferen Geschäftserfolg von 15,3 Millionen Franken. Der Reingewinn sinkt um 5,3 Prozent auf 13,2 Millionen Franken.

Bilanzsumme und Hypothekarvolumen steigen weiter

Das Kerngeschäft Hypotheken baut die GLKB um 73 Millionen Franken aus. Darin nicht enthalten ist der weitere Aufbau von Hypothekarvolumen für die Kunden der GLKB Kreditfabrik.
Die Kundengelder verzeichnen ein Plus von 104 Millionen Franken. Die Bilanzsumme steigt um 465 Millionen Franken auf 6,868 Milliarden Franken.

Coronavirus

Den bisherigen Verlauf der Coronakrise kann die GLKB gut bewältigen. Als starker Partner für KMU stellte sie umgehend 15 Millionen Franken zur Unterstützung und schnellen Hilfe bereit.
Mit einer internen Task Force war sie ab Beginn des Covid19-Kredit-Programms des Bundes operativ und in der Lage, die zahlreichen Kreditanträge tagesfertig abzuwickeln. Unter jederzeitigem Einhalten der vorgegebenen Schutzkonzepte hielt sie sämtliche Filialen offen und stellte damit auch die Bargeldversorgung für ihre Kundinnen und Kunden permanent sicher.
In diesen Krisenzeiten zahlt sich die hohe Qualität des Ausleihungs-Portefeuilles aus. So kann sich die GLKB ohne Druck mit vorsorglichen, allgemeinen Rückstellungen Reserven schaffen, um auch in einer allfälligen weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation unterstützend und partnerschaftlich handeln zu können.