Handballclub Glarus verliert gegen züri west

Wenig erfreulich endete die letzte Partie der zweiten Mannschaft des Handballclubs Glarus. Gegen züri west handball verloren die Glarner zu Hause in der Kantihalle deutlich mit 38:22.


Vier Wochen waren seit dem letzten Spiel vergangen, als sich die Glarner 4.-Liga-Handballer mit zwei erkämpften Punkten vom HC KZO Wetzikon trennten. Nun stand für die Auseinandersetzung gegen züri west fast das komplette Team auf dem Parkett. Die Zürcher waren ebenfalls mit genügend Auswechselspielern angereist. Dabei war auf deren Matchblatt ersichtlich, dass sie auf nicht weniger als drei Gastspieler zurückgriffen. Wie gut diese in die Mannschaft integriert waren, sollte sich dann zeigen.

Der Start gelang den Glarnern wie schon im Hinspiel nach Wunsch, das der HCG dazumal schlussendlich doch noch, aber nur knapp verloren hatte. Nach wenigen Minuten lagen die Platzherren wieder mit 6:1 im Vorsprung. Die Gäste liessen sich jedoch kaum aus der Ruhe bringen und stellten sich allmählich auf die Spielweise der Glarner ein. Je länger die Partie dauerte, desto ersichtlicher wurde die Abschlussschwäche des Gastgebers. Zwar kamen sie teilweise zu schön herausgespielten Abschlussversuchen, doch bei diesen blieb es auch. Zu unpräzis waren die Würfe und erforderten keine grossen Paraden des zürcherischen Torhüters. In der Defensive fehlte es den Glarnern an Agilität. Die druckvollen Angriffe von züri west mit schnellem Passspiel rissen immer wieder Löcher in die Mauer des Heimteams. Schnell änderte somit der Vorteil auf die Seite der Gäste. In der 21. Minute lagen die Zürcher zum ersten Mal in Führung. Und dies sollte sich bis zum Ende des Spiels nicht mehr ändern. Beim Pausenpfiff lag züri west – gegründet im Jahr 2010 durch ehemalige Spieler von Amicitia Zürich, dem HC Horgen und dem akademischen Sportverband Zürich – bereits 17:12 im Vorsprung.

Auch in der zweiten Halbzeit fanden die Glarner kein profanes Mittel, um sich noch irgendwelche Chancen auf einen möglichen Punkt ausrechnen zu können. Je näher das Spielende kam, machte es den Eindruck, als hätte Glarus speziell in der eigenen Platzhälfte die Motivation verloren. Denn das Übel lag weiterhin in der katastrophalen Chancenauswertung. Zwar waren die Scorepunkte ausgeglichen auf fast die ganze Mannschaft verteilt, was positiv gewertet werden kann, doch leider kamen ebenso viele Fehlwürfe hinzu. Und die fehlende Aussicht, die Partie noch irgendwie wenden zu können, widerspiegelte sich im Abwehrverhalten. So hatten die Gäste aus Zürich ein einfaches Spiel und zogen bis auf 38:22 davon.

Mit Pfadi Dietlikon wäre den Glarnern ein einfacher Gegner gegenübergestanden und die zwei Punkte wahrscheinlich gewesen, doch durch den Teamrückzug entfiel das Rückspiel dem Spielprogramm. So warten in den letzten drei Spielen der verbleibenden Meisterschaft noch zwei starke Mannschaften auf die Glarner. Schwamendingen Handball sowie das Hin- und Rückspiel gegen den Tabellenleader TV Unterstrass Rookies. Vor der Auseinandersetzung gegen Schwamendingen am 7. März bleiben den Glarnern aber noch gut vier Wochen, um an der Wurfgenauigkeit zu feilen.