Kurz nach dem Brand von Glarus wurde der Gemeinnützige Frauenverein Glarus gegründet. Er ist somit schon 166 Jahre alt. Konfessionell und politisch neutral haben sich die Frauen zum Ziel gesetzt, sich gemeinnützig und sozial zu engagieren sowie die Zusammengehörigkeit und die Solidarität von Frauen zu pflegen und zu stärken. Aus diesem Engagement sich schon einige Institutionen entstanden, die heute zum festen Bestandteil der Gesellschaft gehören. 1906 wurde der Kampf gegen die Lungentuberkulose aufgenommen, woraus die heutige Lungenliga entstand, 1919 Gründung der Kinderkrippe, 1949 Gründung der Hauspflege, heute besser bekannt unter den Namen Spitex. Dazu kommen Unterstützung von unbemittelten und erholungsbedürftigen Schulkindern, Besuche und Veranstaltungen in Alterszentren, Eröffnung der Ludothek, die Velo-Börse Glarus sowie Ferienspass mit Pro Juventute und der beliebte Mittagstisch. Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Das Engagement des Vereins geht noch weiter hinaus. Die Unterstützung geschieht meist im Stillen und ohne grosses Aufsehen. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Unterstützung von alleinerziehenden Müttern. Der Verein leistet also einen wertvollen Beitrag in der heutigen Gesellschaft.
Die Hauptversammlung ging ohne grosse Neuerungen oder Veränderungen über die Bühne. Jahresprogramm, Finanzen und Bilanz wurden einstimmig genehmigt. Anträge gab es keine. Wahlen standen auch nicht auf dem Programm. Ein wichtiger Bestandteil dieses Abends war auch das anschliessende Znacht. Da werden oft Ideen geboren, Kontakte geknüpft, um sich immer weiter sozial zu engagieren. Durch die jährlichen Ausflüge und Exkursionen wird die Vernetzung und das Gemeinschaftsgefühl der Frauen gezielt gefördert. So sind dieses Jahr zum Beispiel ein Ausflug nach Baden und der Besuch der Seifenmanufaktur in Ennenda geplant.
Der Gemeinnützige Frauenverein Glarus ist weniger bekannt, aber umso wichtiger gerade in der heutigen Zeit. Auf der Webseite www.gfvg.ch finden Sie noch viele wertvolle Informationen.







