HC Glarus:SG Albis Foxes/SC ZKB 11:12 (27:25)

Der Auftakt in die Meisterschaft ist der ersten Mannschaft des Handballclubs Glarus geglückt. Auswärts am Zimmerberg behielten sie die Nerven und bezwangen in einer äusserst spannenden Partie die SG Albis Foxes/SC ZKB mit 27:25.




Aus der 3. Liga abgestiegen treten die Glarner aktuell in der Gruppe 5 als HC Glarus 2 auf. Nach dem Wechsel in der vergangenen Saison der drei torgefährlichsten Spieler zum TV Uznach war ein Abstieg kaum mehr abzuwenden. Unterdessen ist Mauro Sana der Spielertrainer mit dem Ziel des Wiederaufstiegs zu den Glarnern zurückgekehrt. Mit Spielerfahrung bis in die 1. Liga übernahm Sana die Leitung des Teams bereits im Frühling und konnte seither die Vorbereitungsphase dementsprechend gestalten.

Gespannt blickte man der Auseinandersetzung des ersten Spiels entgegen. Verschiedenste Korrekturen in der Defensive galt es in der Auseinandersetzung gegen die Zürcher umzusetzen.

Resultatmässig ausgeglichen gestaltete sich die Startphase der Partie, wobei der Gastgeber die Führung, wenn auch nur knapp, für sich beanspruchte. Die Glarner konnten ein Chancenplus verzeichnen, scheiterten aber immer wieder mit ihren Abschlüssen. Mit etwas mehr Kaltblütigkeit wäre der eine oder andere Wurf in den Maschen gelandet. So waren die Gäste aber auf eine starke Defensivarbeit angewiesen, und diese funktionierte noch zu wenig eingespielt. Bleibt zu erwähnen, dass den Glarnern vom Niveau her eine routinierte Mannschaft ebenfalls mit höherklassigen Spielern gegenüberstand. Mit genauen Pässen an den Kreisspieler und platzierten Torwürfen konnten sie den kleinen Vorsprung während der ersten Halbzeit verteidigen. Die Schnelligkeit und konditionelle Überlegenheit vermochten die Gäste nicht auszuspielen.

So ging es nach 30 Minuten mit 12:11 zugunsten der Platzherren in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel vermittelten die Glarner einen etwas engagierteren Eindruck. Mit kämpferischem Einsatz übernahmen sie in der 39. Minute erstmals die Führung. Absetzen konnten sich die Gäste von den Zürchern jedoch nicht vorentscheidend. Wie im ersten Abschnitt fehlte es teilweise an der Chancenauswertung. So blieb die Partie auch während der zweiten Halbzeit ausserordentlich spannend. Für die Glarner folgte in der 48. Minute eine heikle Phase, in der sie während gut 90 Sekunden in doppelter Unterzahlsituation auf dem Parkett standen. Trotz dem fragwürdigen Schiedsrichterentscheid galt es diese Situation möglichst ohne grösseren Schaden zu überstehen. Und das gelang den Gästen überraschend gut, denn sie gerieten nicht in Rückstand. Kurz darauf konnten sie gar die Führung wieder an sich reissen. Der Matchuhr war zu entnehmen, dass es in die Schlussphase des Spiels ging. Konditionell hatten die Glarner noch Reserven und dies zeigte sich auch mental und in der Konzentration. Wenige Minuten vor Schluss gelang es Glarus nochmals den Vorsprung auf zwei Treffer zu erhöhen. Die Gäste verkürzten jedoch wiederum auf einen Zähler, mussten aber postwendend den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Routiniert erzwangen die Gäste in der letzten Minute ein Stürmerfoul seitens der Zürcher und dem ersten Sieg im ersten Spiel für die Glarner stand nichts mehr im Weg.

Mit 27:25 fiel diese Partie zwar knapp und nicht unverdient aus, hätte aber auch wie schon in Vergangenheit zugunsten des Gegners enden können.

Bereits am kommenden Donnerstag steht zu Hause in der Kantihalle das Cupspiel gegen den 3.-Ligisten Grün-Weiss Effretikon an. Man darf gespannt sein, wie sich das Fanionteam gegen eine aktuell höher klassierte Mannschaft schlagen wird.