Heks ist auch im Inland aktiv

Heks, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, ist nicht nur im Ausland, sondern auch in der Schweiz aktiv. An der OeME-Konferenz der Reformierten Landeskirche wurde darüber informiert.



Andrea Trümpy
Andrea Trümpy

Wer vom Heks spricht, denkt in erster Linie an Projekte im Ausland. Viel weniger bekannt ist, was das Hilfswerk in der Schweiz leistet: Heks setzt sich bei uns anwaltschaftlich für Flüchtlinge ein und ist in Beratungs- und Integrationsprojekten für Migranten und sozial benachteiligte Schweizerinnen und Schweizer aktiv.

Sechs Regionalstellen

Über das Engagement in der Schweiz informierte an der OeME-Konferenz der Reformierten Landeskirche Antoinette Killias, Leiterin des Bereichs Inland beim Heks. Die Arbeit der sechs Regionalstellen verfolgt zwei Schwerpunkte: Anwaltschaft und soziale Integration.

Zur Anwaltschaft gehört beispielsweise die Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, die auch Personen aus dem Glarnerland berät. Bei der sozialen Integration stellte die Referentin das Basisprojekt «Neue Gärten» vor, welches Migrantinnen einen Zugang zu Familiengärten ermöglicht, wo sie sich mit anderen Frauen vernetzen und ihr Deutsch verbessern können. Auch das Projekt «Heks-Wohnen» gehört in diesen Bereich: Hier werden Erwachsene, Familien und Jugendliche aus der Schweiz – vor allem mit psychischen Problemen oder einer Suchtkrankheit – bei der Bewältigung des Wohnalltags begleitet. Immer mehr gefragt ist auch «Heks AltuM» für Migrantinnen und Migranten ab 55 Jahren.

Den spannenden Ausführungen schloss sich eine engagierte Fragerunde an.

Anlässe zur Woche der Religionen

Nach einer kulinarischen Stärkung aus dem claro-weltladen informierte Pfarrerin Christina Brüll Beck aus Mollis über die Veranstaltungen im Glarnerland zur Woche der Religionen. Am 31. Oktober wird zum internationalen Buffet mit Musik in Ennenda geladen. «Wie geht Reformiert?» heisst es am 9. November bei einem Rundgang durch die Stadtkirche Glarus. Am 11. November lädt die albanische Moschee in Näfels zu einem Tag der offenen Moschee-Tür ein. Und am 19. November findet in Glarus ein Filmabend statt.

Der dritte und letzte Teil der von Kantonalkirchenrätin Andrea Trümpy geleiteten Konferenz in Glarus war sodann dem Austausch gewidmet: Die Anwesenden schilderten, was in ihren Kirchgemeinden im Bereich OeME alles angeboten wird. Mit Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit ist ein weites Feld abgesteckt. «Es ist erstaunlich und ermutigend, wie viel im Glarnerland läuft», sagte Christina Brüll am Schluss der Austauschrunde.