Mit viel Herzblut wird die Tschinglenbahn, und somit der Tourismus rund um die Heualp und das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona betrieben. Bei der Generalversammlung der Genossenschaft wurde dies einmal mehr deutlich. «Euer Einsatz und eure Bereitschaft sich aktiv für die Tschinglenbahn einzubringen, sind von unschätzbarem Wert für den Erfolg unserer Genossenschaft. Euer Vertrauen gibt uns die Motivation, gemeinsam an unseren Zielen zu arbeiten und die anstehenden Projekte erfolgreich umzusetzen», wandte sich der Präsident Hans Peter Aschwanden an die Anwesenden.
57 Stimmberechtigte der 328 GenossenschafterInnen trafen sich im Elmer Gemeindehaus und bestätigten einstimmig Jahresberichte und Rechnungen. Dabei blickte Präsident Aschwanden, der ausserdem auch zum bewährten Maschinisten-Team zählt, auf 7360 Berg- und 6771 Talfahrten in der Saison 2025 zurück. Diese dauert jeweils von Mai bis Oktober und ist aufgrund des starken Wochenendbetriebs sehr wetterabhängig.
15% mehr Erlös
So musste Kassierin Anita Bäbler trotz 15% mehr Erlös aus dem Bahnbetrieb insgesamt aber einen verhältnismässig überschaubaren Verlust von Fr. 4660.25 aufzeigen. «Das Genossenschaftskapital setzt sich zusammen aus den 328 Genossenschafter, die zusammen 1082 Anteilscheine à 500 Franken halten», erläutert Kassierin Anita Bäbler unter anderem die Rechnung.
Die Erneuerung der Quellfassung, der neue Boden im künftigen Wildheuermuseum oder Schmier- und Unterhaltsarbeiten verdeutlichte schliesslich Betriebsleiter Ruedi Elmer anschaulich mit Bildern untermalt. «Für die Rettungsübung vom 9. Mai dürfen sich Interessierte für die Teilnahme an der Übung gerne bei mir melden», sucht Elmer noch Leute, die sich aus der Bahn abseilen lassen möchten.
Pachtausschreibung
Ihren letzten Sommer als Wirtin in der Tschinglen-Wirtschaft nimmt Susi Zentner in Angriff. Zunächst lässt sie jedoch die Anwesenden an den Ereignissen des letzten Sommers teilhaben. Verwehte Sonnenschirme, musikalische Unterhaltung oder imposante Zahlen von Suppen-, Kuchen und weitern Produktionsmengen kamen darin zum Vorschein. Aber auch der Hochzeitsantrag eines amerikanischen Paares, welches auf der Durchreise durch Europa die Tschinglenalp entdeckte und ihre Verlobung auf der Alp feierte.
«Am 6. September 2026 werden wir bei bestem Herbstwetter unser Abschlussfest feiern», blickt Susi Zentner positiv voraus. Die Pacht der Berghütte mit 20 Sitz- und 15 Schlafplätzen ist ausgeschrieben und hat bereits eine Bewerbung erhalten.
Kulturfenster Wildheuermuseum geplant
Der Projektbeschrieb des Kulturfensters Tschinglenalp oblag Vorstandsmitglied Barbara Rhyner: «Wir alle kennen die kulturellen Veränderungen der letzten Jahrhunderte auf dieser Alp. Für unsere Gäste ist das etwas Besonderes – diese Aktivitäten sollen ins Zentrum des Kulturfensters kommen», erläutert Barbara die Idee – unter Federführung von Heinz und Anni Brühwiler in Zusammenarbeit mit Jürg Glarner und Jasmin Schläpfer – in einem bestehenden Gebäude, einer «Ghaltig», die Geschichte des Wildheuens auf der Tschinglenalp aufzuzeigen.
Wenn die Finanzierung wie geplant bis Herbst 2026 gesichert ist, plant die Genossenschaft in Zusammenarbeit mit Visit Glarnerland die Realisierung im Verlauf des Jahres 2027.
Bevor die Versammlung zum Apéro überging, richtete Vizepräsident Beat Elmer seine Dankesworte an Hans Peter Aschwanden. Als positiven Effekt für den Gesamtbetrieb bezeichnet Elmer seine Doppelfunktion als Präsident sowie im Betriebsalltag als Maschinist. Aschwanden schloss mit den Worten: «Es ist wirklich toll mit einem so funktionierenden Team zusammenarbeiten zu dürfen.»








